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Der rote Faden durch den Dschungel

Viele wichtige Änderungen müssen Dachdecker bei den neuen Flachdachrichtlinien beachten. Damit Ihnen die Umsetzung leichter fällt, kommentiert Stefan Ibold in unserem neuen Fachbuch Schritt für Schritt die Neuerungen mit vielen Praxistipps.

Unser neues Fachbuch Flachdachrichtlinie kommentiert und beschreibt die Knackpunkte der Fachregeln bei Flachdachanwendungen

Die gute Resonanz auf unsere vierteilige Serie "Flachdachrichtlinie" von DDH Autor Walter Holzapfel zeigt: Die zahlreichen Ergänzungen und Neuigkeiten der neuen Flachdachrichtlinie sind sehr komplex und daher erklärungsbedürftig. Dachdeckermeister Stefan Ibold liefert mit seiner Kommentierung einen guten Überblick über die Stellung der Fachregel unter Berücksichtigung der aktuellen DIN 18531.

Anregungen zur Interpretation

Theorie und Praxis zusammenzubringen ist vor allem im Flachdachbereich nicht immer leicht. Sie kennen die Situation sicherlich: Auf der Baustelle gibt es Klärungsbedarf, mehrere Lösungen bieten sich an, der Vorarbeiter sagt: "Das steht so nicht in den Fachregeln". Diese Aussage ist nur bedingt richtig. In vielen Fällen ist nicht nur ein Punkt der Fachregeln von Bedeutung. Allein bei der Erstellung eines regelkonformen Wandanschlusses sind fünf Punkte zu berücksichtigen, die aber nicht alle in der Fachregel für Dächer mit Abdichtungen zu finden sind, sondern die zum Beispiel auch in der Fachregel für Metallarbeiten aufgeführt sind. Unser neues Buch gibt Ihnen einen "roten Faden" an die Hand mit dem Sie die gültigen Regeln und Normen besser verstehen können und somit Unstimmigkeiten oder Missverständnisse ausräumen.

Schwerpunkte DIN 18531 und 18195

Die DIN 18531 als bauaufsichtlich eingeführte Norm spielt in der Fachregel für Dächer mit Abdichtungen eine wichtige Rolle. Sie enthält weitere Angaben, wie nicht genutzte Dächer auszuführen sind. Der neue und wesentliche Punkt, der vollkommen überarbeiteten Norm: Die Einstufung von Flachdächern in verschiedenen Beanspruchungsklassen und Anwendungskategorien. Da die Norm bereits im Jahr 2007 fertiggestellt wurde, könnte man sie als den Vorläufer der neuen Fachregel für Abdichtungen betrachten. Diese übernehmen erstmals die unterschiedlichen Klassifizierungen und verweisen deutlich auf die DIN 18531 im Bereich der nicht genutzten Dachflächen und die DIN 18195-5 für den Bereich der genutzten Dachflächen. Der Autor erläutert detailliert die Details, von der Luftdichtheitsschicht bis zur Dampfsperre.

Knackpunkte modale Hilfsverben

Ein weiteres Kapitel befasst sich mit Begriffsdefinitionen. "Muss", "kann" oder "dürfen nicht" gesetzliche Auflagen und Vorschriften sind gespickt mit modalen Hilfsverben, die oft viel Spielraum für Interpretationen lassen. Doch in Kombination mit umgangssprachlichen Begriffen wie zum Beispiel "Isolierung", meint der Volksmund häufig etwas anderes als es der Fachmann tut. Die sicherlich häufigste Redewendung in den Flachdachrichtlinien stellt die bedingt fordernde Aussage "soll", "sollen" und "soll nicht" dar. Bei Verwendung dieser modalen Hilfsverben wird die Regel, also der Normalfall einer Ausführung, beschrieben. Bedingt fordernd stellt sie eine durch freiwillige Verabredung oder Vereinbarung übernommene Verpflichtung dar, von der der Dachdecker nur in begründeten Ausnahmefällen abweichen darf.

Fazit: Praxishilfe Kommentierung

Insgesamt ist die neue Fachregel für Abdichtungen ein erheblich umfangreicheres Werk als die Vorgängerfassung geworden. Unser neues Fachbuch kommentiert die Neuerungen praxisnah, stellt die Besonderheiten der modalen Hilfsverben heraus und sorgt somit für eine fachlich sichere Umsetzung der Flachdachrichtlinien.

Johannes Messer

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Flachdachrichtlinie

Kommentar eines Sachverständigen

Stefan Ibold

2009. DIN A4 Kartoniert, 200 Seiten.

ISBN 987-3-481-02594-6

59,-- Euro

Verlagsgesellschaft Rudolf Müller

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