Die Marke Dachdecker

Die Aufträge sind da, die Auslastung ist hoch - den Berliner Dachdeckern geht es gut. Wenn da nicht das Nachwuchsproblem wäre. Warum sich Dachdecker gerade bei der Ausbildung auf traditionelle Werte besinnen sollten, erfuhren die Teilnehmer auf dem Landesverbandstag im City Cube.

Dachdecker LVT Berlin City Cube
Die frisch "gebackenen" Meister informierten sich bei den Ausstellern über neue Produkte. Foto: DDH

Zum 4. Mal im City Cube begrüßte Landesinnungsmeister Jörg-Dieter Mann rund 150 Teilnehmer zum Landesverbandstag. Diese gedachten des toten Mitglieds Manuel Böhm.12 Betriebe hat die Berliner Innung neu aufgenommen, auch 5 neue Gastmitglieder aus Industrie und Handel sind dabei „Bei der guten Auftragslage ist es zurzeit besonders schwierig die Aufträge abzuarbeiten. Dennoch sollte die derzeitige Goldgräberstimmung auch dazu beitragen, die Preise zu überdenken“, sagte Mann unter dem Applaus der Dachdecker. Die groß angelegte Nachwuchskampagne aus 2016 hat bei den Berliner Dachdeckern gefruchtet, dennoch bleibt der Nachwuchsmangel akut, so Jörg-Dieter Mann.

Die Problematik griff auch ZVDH-Präsident Dirk Bollwerk auf, der die Maßnahmen des Verbandes in Sachen Fachkräftemangel vorstellte. Auf dachdeckerdeinberuf.de hat der Zentralverband eine neue Bewerberplattform inklusive App online gestellt. Schüler und Schülerinnen können sich dort informieren oder sich gleich um eine Lehrstelle bewerben.

Ein weiterer Punkt, der die Dachdecker zusehends belastet, ist die Bürokratisierung. „Oft ist das unseren Politikern gar nicht bewusst, was wir beispielsweise alles beim Thema Entsorgung nachweisen und auflisten müssen“, so Bollwerk.

„Die Marke bin ich, die zehn Gebote erfolgreicher Markenführung im Handwerk“ war das Thema von Dr. Wolfgang Setzler, Institut für Absatzforschung und kundenorientiertes Marketing. „Die Unzufriedenheit ist das große Manko beim Nachwuchsproblem, wir brauchen wieder positives Charisma. Wer Unbeschwertheit ausstrahlt erntet Zuversicht“, appellierte Setzler.

Hängepartie bei HBCD?

Aus aktuellem Anlass nahm Josef Rühle Stellung zum leidigen Thema HBCD-Entsorgung . „Sie müssen ihren Entsorgern auch mal die rote Karte zeigen, damit die Preise nicht explodieren. Wenn eine Marktverknappung oder Preisabsprachen drohen, werden wir mit Klagen reagieren“, stellte Rühle klar.

Weitere Bilder auf unserer Facebook-Seite .

Johannes Messer

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in DDH 20.2017.

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