Einbau unter Spannung

Klebebänder werden oft unter Spannung eingebaut. Zum Beispiel, wenn sie in Ecken und Falten hineingedrückt werden. Auch wenn die dabei erforderliche Kraft gering erscheint, entstehen dadurch im Klebebandträger hohe Zugspannungen.

Klebeverbindung Ablösen und Spannung_ Dörken.JPG
Links: Ablösen des Klebebandes im Bereich des Sparrens infolge eines Durchhangs der Zwischensparrendämmung; Rechts: Erkennbares Maß der Dehnung nach Einschneiden des Klebebandes. Dieser Bereich muss nachfolgend neu überklebt werden. Foto: Dörken

Wird das Band zum Beispiel in einen rechtwinkligen Knick gedrückt, in dem es an den beiden Seiten nur einen Zentimeter nicht anliegt, wird es dabei um mehr als 40 % gedehnt. Die Rückstellneigung der übli­chen Klebebänder führt dann zum Ablösen in diesem Be­reich. Hier helfen nur das Einschneiden des Bandes und das Überkleben der dadurch entstehenden Fehlstelle. Ist eine solche Dehnung des Bandes erforderlich - z. B. an dreidimensionalen Details -, können spezielle Klebe­bän­der mit hoher Dehnfähigkeit und geringer Rückstell­nei­gung verwendet werden.

Klebeverbindung: Anpressdruck erforderlich

Das Problem mit der Zugspannung bedeutet jedoch nicht, dass Klebebänder grund­sätzlich nicht angedrückt werden dürfen. Im Gegenteil: Damit der Klebstoff die Kontur des Unter­grundes annimmt, ist ein ausreichender Anpress­druck über die gesamte Fläche erforderlich. Dies ist auf­grund der Anatomie der Hand und der bauseitigen Gege­ben­heiten nicht immer möglich. Daher empfiehlt es sich, druckverteilende Hilfsmittel wie Andruckrollen einzu­set­zen. Klebemassen hingegen sollten in ca. 8 mm Dicke auf­getragen und danach nicht zu stark angedrückt wer­den. Sonst wird der Klebstoff auf ein zu geringes Maß re­duziert und seine Leistungsfähigkeit damit beein­trächtigt.


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Kommentare:

05.09.2017
Klebebänder

Warum nehmt ihr hier in eurem Beispiel Dörken? "Multiband - ein Band für alles" das kann nicht funktionieren und das beweist dieser Beitrag.... 

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