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Erst die Diagnose - dann sanieren
Im Sanierungsfall muss der Dachdecker herausfinden, wie der richtige, dem Zustand der Wärmedämmung angemessene Zusatz-Dachaufbaukonstruiert wird und wie dampfdicht die Dachhaut sein darf.
Im Sanierungsfall muss der Dachdecker herausfinden, wie der richtige, dem Zustand der Wärmedämmung angemessene Zusatz-Dachaufbau konstruiert wird und wie dampfdicht die Dachhaut sein darf.
Abschließend gilt es festzulegen, auf welche Art und Weise die erwartete bzw. berechnete Austrocknung des Flachdaches nach der Ertüchtigung kontrolliert oder nach-gewiesen werden kann. Um diese Fragen zu beantworten und eine erfolgreiche, dauerhafte sowie kostengünstige Sanierung zu realisieren setzt das Institut für angewandte Bauwerksdiagnostik (ifab), Bochum, die Methoden der Neutronen-radiometrie ein.Dabei wird das Gerät auf das zu untersuchende Bauteil aufgesetzt. Im Geräteboden befinden sich eine Neutronenquelle und speziell für langsame Neutronen ausgelegte Zählrohre für die Messung der Konzentration. Die Neutronen dringen als schnelle Teilchen in das Bauteil ein und werden durch Kollision mit Wasserstoffatomen abgebremst. Von der im Gerät befindlichen Auswerteelektronik werden die Messwerte in einen Zählwert umgerechnet, der zur Bestimmung des Wassergehalts benutzt wird. Messungen mit der Neutronensonde erfassen auf Grund des vorgenannten Prinzips Bauteile in ihrer Gesamtstärke bis zu 30 cm. Mit diesem Messverfahren kann mit hoher Genauigkeit eine Durchfeuchtung von Bauteilen festgestellt werden.
Die Vorteile im Überblick
-Unabhängigkeit von der Außentemperatur vor Ort
-Unabhängigkeit von der Leitfähigkeit des Untergrunds
-Hohe Eindringtiefe (bis 30 cm)
-Hohe Wiederholungsgenauigkeit
-Kurze Messzeit (zumeist 7,5 15 sec.)
-Leichte Bedienbarkeit
-Auch bei stehendem Wasser einsetzbar
-Geringes Gewicht der Sonde (4 kg)
-Zerstörungsfreie Messung
Die wesentlichen Vorteile der Bauwerksdiagnostik beim Flachdach
-Durch zerstörungsfreie Diagnose können Abriss- und Entsorgungskosten vermieden werden.
-Durchfeuchtungsbedingte Energieverluste und Strukturbelastungen werden aufgedeckt.
-Einzel-Lecks sind ortbar.
-Bauphysikalische Schwächen werden erkannt.
-Aufgrund der Diagnoseergebnisse können bauphysikalisch verträgliche Sanierungsmethoden bestimmt werden.
-Durch einfache zerstörungsfreie Nachkontrolle ist die Austrocknung bzw. der Sanierungserfolg nachweisbar.
