Helfer als Chefs der Baustelle

Die Auszeichnung für die beste Website des Jahres liegt erst drei Jahre zurück. Auf marquardtundsoehne.de präsentiert sich ein modernes Dachdeckerunternehmen. Klaus und Peter Marquardt setzen in ihrem Betrieb auf unkonventionelle Ideen. Zum Beispiel können die Gesellen den Vorarbeitern den Zutritt zur Baustelle verweigern.

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Akribisch, aber kein Aktenfresser: Klaus Marquardt zeigt sein Ablagesystem mit den konkreten Praxishilfen für die Mitarbeiter. Foto: DDH

2013 gewann marquardtundsoehne.de die Auszeichnung für die beste Website des Jahres – nicht nur in der Kategorie Dachdecker, sondern für das gesamte Handwerk. Und das zu Recht: Das Unternehmen aus Waghäusel bei Karlsruhe präsentiert sich hier aufgeräumt und modern. Große Bilder, aktuelle Infos vom Team sowie eine eigene Landing Page für Architekten informieren den Kunden über die Leistungen von Marquardt und Söhne. Internetmarketing heißt für Klaus Marquardt nicht nur Kundenbindung und Neugewinnung. „Inzwischen arbeiten bei uns schon zwei Dachdeckergesellen und ein Meister, die uns im Web gefunden und sich für uns entschieden haben. Ganz nach dem Motto ‚Gleich und gleich gesellt sich gern’ findest du mit einer ordentlichen Website auch ordentliche Mitarbeiter. Die Auswertung unserer Seiten zeigt, dass vor allem die Präsentation der Mitarbeiter, die Referenzen und die Architektenseite unsere Kunden interessiert“, sagt Klaus Marquardt. Auf „Über uns/das Team“ erfährt der User, wer wofür bei Marquardt arbeitet und was der entsprechende Schwerpunkt im 25 Mann starken Team ist. „Hier erhalten wir sehr viel positives Feedback unserer Kunden.“ Den Aufbau der Website übernahm eine Agentur, die Nachrichten über Facebook kommen vom Chef selbst.

Der MID öffnete die Augen

Die Affinität zum Web, die schmucken Apple-Rechner, der selbstverständliche Umgang mit dem iPhone beim Abschied – „Die A3 scheint für Sie die beste Wahl zu sein“ –, all das kommt bei Klaus Marquardt nicht von ungefähr. Ursprünglich wollte er eine Softwareausbildung beginnen. Hier war Mitte der achtziger Jahre der Andrang aber so groß, dass er sich doch für eine Handwerkerausbildung entschied. Das war gut für den Betrieb. 1988 machte er die Ausbildung zum Dachdecker, nach seiner Lehre setzte er auf den Dachdeckermeister (1996) gleich noch den Klempnermeister (1997) drauf. Doch damit war es noch nicht genug. Am BBZ Mayen absolvierte er den Manager im Dachdeckerhandwerk (2007) und begann, Prozesse zu hinterfragen und neue Ideen umzusetzen. „Die Weiterbildung hat sich für mich absolut gelohnt, der MID öffnet dir die Augen“, betont Marquardt.

Johannes Messer

Lesen Sie den gesamten Artikel in DDH 06.2016

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