Interview mit DDM Joachim Lenkeit

DDM Joachim Lenkeit im Interview zu den Anforderungen als Energieberater.

lenkeit_04.jpg
Landesinnungsmeister Kreutzer (rechts) überreichte Joachim Lenkeit die Urkunde für die erste Solar-RAL-Zertifizierung.

Wo haben Sie sich als Energieberater ausbilden lassen?

Meine bestandene Prüfung, am 08. Februar 2000, zum geprüften und anerkannten Energieberater im Dachdeckerhandwerk, war der erste Lehrgang der an der Bundesfachschule Mayen durchgeführt wurde.

Wo und wie beraten Sie Ihre Kunden als Energieberater?

Auf dem jährliche stattfindenden Handwerkermarkt, Tag der offenen Tür, Dachmesse der Innung, Umweltmärkte, Fachvorträge anlässlich eines jährlich stattfindenden Energieforen oder bei Vereinen, Teilnahme an Energiemessen, Energietagen, Umwelt-Aktionstag des Landkreises oder anderen Leistungsschauen beraten wir die Kunden.

Im Bereich Photovoltaik kommen viele Leute auf uns zu, die von unserer RAL-Zertifizierung gelesenen haben und uns über das Internet entdeckt haben, und fragen speziell das Segment Solarstrom bei uns nach. Per Email sind wir auf diesem Wege oft tätig. Die Beratung ist sehr zeitintensiv, auch wegen der Erläuterung aller aktuellen KfW-Programme. Ebenso haben wir stets einen Großposten an dena-Broschüren, die wir an unsere Kunden weitergeben. Das Funktionsprinzip der Photovoltaik erklären wir an Praxisbeispielen. Wie man richtig dämmt zeigen wir an Musterdach- oder Wandflächen. Ziel eines jedes Gespräches: Praxisnahe, verständliche, Präsentation wie was am besten gemacht werden kann und den Nutzen der Investition aufzeigen.

Wie kann der Dachdecker als Energieberater beim Kunden überzeugen?

Der Kunde ist, bedingt durch die hohen Energiepreise, hellwach wenn man ihn zu den zwei Themen "Wie kann ich Energie sparen?" und " Wie kann ich regenerative Energien nutzen?" anspricht und ihm Möglichkeiten aufzeigt.

Hierzu muss durch Kompetenz überzeugt werden. Dazu gehört:dass man in allen Fragen hinsichtlich der Finanzierungsmöglichkeiten

( KfW-Programme) fit ist,dass man fachtechnisch zu hundert Prozent weiß, was Sache ist, dass Sie Detailkenntisse der Rahmenbedingungen vorweisen können (Was sagt die neue Energieeinsparverordnung? Wie verhält es sich mit dem Energiepass ? Welches Förderprogramm gilt gerade für Solarthermie?) betriebswirtschaftliche Zusammenhänge und steuerliche Fragen erklärt werden können. Letzlich muss man dem Kunden den Nutzen verdeutlichen, den er aus der beabsichtigten Investition zieht.

Themenfeld Interviews

Kommentar verfassen:

captcha