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Könige der Kunststoffbahnen
Nun stehen sie fest: Die Gewinner unseres Flachdachwettbewerbs. 48 Dachdecker die bisher meisten bei einem DDH Wettbewerb bewarben sich bis Ende April 2006 um die ersten Plätze. Gesucht wurde das handwerklich gelungenste und ästhetisch ansprechendste Flachdach aus Kunststoffdachbahnen.
Es war wieder mal keine leichte Entscheidung, denn die Vielfalt und Qualität der eingesandten Objekte war beeindruckend. Hier zeigte sich, dass Dachdecker gute Planer und Verarbeiter sind und dass ein Flachdach weit mehr als nur bekieste Fläche ist. Pluspunkte sammelten besonders anspruchvolle Objekte mit schwierigen Details. Drei unterschiedliche Objekte kamen letztlich in die engere Auswahl.
Unzählige Anschlüsse und Detailausbildungen
Herausragend ist das Sieger-Objekt, die Uni-Klinik Münster, von Dachdeckermeister Bernd Friedrichs, Obermeister der Innung Steinfurt. Die Besonderheiten bestanden aus den vielen Lichtkuppel-Anschlüssen und Details der 12.000 Quadratmeter großen Fläche. Sämtliche Anschlüsse dichteten die Dachdecker mit PVC ab, Rundstützen, Träger und sonstige Durchdringungen wurden zusätzlich mit Flüssigkunststoff abgedichtet. Anschließend wurden die Dämmstoffplatten auf der Unterlage verklebt, danach erfolgte der oberseitige Abstrich der Flächen. Auf dieser Oberseite verlegten die Dachdecker die erste Lage Dachabdichtung aus einer Lage kaltselbstklebender Bitumenbahn. Auf diese Lage kam die Abdichtungslage Wolfin GWSK DA und in Teilbereichen Wolfin GWSK in einer Gesamtstärke von 2,3 Millimeter. Nach Abschluss der Abdichtungsarbeiten wurde die Fläche mit einer Saugglocke auf Dichtheit geprüft. Das Substrat der extensiven Dachbegrünung wurde mit einem Silozug auf die Dachfläche geblasen. Für die Patienten bietet sich nun eine völlig neue Aussicht.
Silber für Solardachbahn Bronze für Bio-Solarhaus
Silber ging an das Objekt Fotonikzentrum Berlin. Hier wurde ein Metalldach mit der FP0 Bahn von Sarnafil saniert. Zusätzlich installierte Dachdecker Dachland eine Solaranlage mit Fotovoltaik-Elementen. Bronze belegte das ungewöhnliche "Bio-Solarhaus" aus Olfen, verarbeitet von Dachdecker Buse aus Datteln. Die Ausgleichsschicht und Notabdichtung besteht aus G200 S4. Als Abdichtung mit Durchwurzelungsschutz wählte der Dachdecker Wolfin IB 1,5 mm. Die Dachbegrünung besteht aus einer Gras- und Sedum-Mischung. Die Schubschwellen "bastelte" Buse aus mit Draht verspannten Holzleisten und Edelstahldrähten.
Johannes Messer
Die Daten der drei Gewinner auf einen Blick:
1. Preis:
Firma: Dieter Friedrichs Dach u. Wand GmbH
Objekt: Uni-Klink Münster, Baujahr 1982, 48149 Münster
Material: PVC
Werkstoff: Wolfin GWSK DA 2,3 mm
Hersteller: Henkel Bautechnik GmbH
Verarbeitung: Verklebung
Nahtverfügung: Heißluftschweißung
Größe der Dachfläche: 20.000 qm
Besonderheiten: Aufwändige Logistik, Zahlreiche Details und Lichtkuppeln, extensive Begrünung.
2. Preis:
Firma: Dachland GmbH
Objekt: Photonik-Zentrum, 12487 Berlin
Material: FPO
Werkstoff: Sarnafil TS 77-20 mit integrierter Solarbahn
Hersteller: Sarnafil GmbHVerarbeitung: lose Verlegung, mechanische Befestigung
Nahtverfügung: HeißluftschweißungGröße der Dachfläche: 1.900qm
Besonderheiten: Integrierte Solarbahn mit Fotovoltaik-Elementen
3. Preis:
Firma: Buse Bedachungen GmbH & Co. KG
Objekt: Bio-Solarhaus, 59399 Olfen
Material: PVC
Werkstoff: Wolfin JB 1,5 mm
Hersteller: Henkel Bautechnik GmbH
Verarbeitung: mechanische Befestigung, Gründachsystem
Nahtverfügung: Heißluftschweißung, Quellschweißung
Besonderheiten: Holzschalung, Dachbegrünung
Der Flachdach-Wettbewerb ist eine gemeinsame Aktion von Henkel Wolfin Bautechnik und DDH DAS DACHDECKER-HANDWERK.
