Simpel schlägt komplex

Zum Verbandstag lud die Dachdecker-Innung Stuttgart in die Landeshauptstadt ein – Schwerpunkte des Fachkongresses waren Tipps zum Zeitmanagement, Drohnen und aktuelle Apps. Wie einfach Handy Daten ausspioniert werden können, demonstrierte Hacker Götz Schartner.

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Ivan Blatter und DDM Thomas Ruhrmann, Obermeister der Dachdecker-Innung Köln. Fotos: DDH

"Zeit ist Leben“ unter diesem Motto startete der Fachkongress des 62. Landesverbandstags des Dachdeckerhandwerks Baden-Württemberg am Freitagmittag. Geburtstagskind Karl-Heinz Krawczyk begrüßte die Gäste im Maritim Hotel.

Die „Geheimnisse“ eines erfolgreichen Zeitmanagements war das Thema von Ivan Blatter, Personal Trainer aus der Schweiz. „Besonders als Unternehmer brauchen wir eine persönliche Firewall, damit wir uns auf eine wichtige Aufgabe konzentrieren können. Zeitmanagement muss wie Zähneputzen sein“, riet Blatter. Was die Baustellen-App der Zedach alles kann, erläuterte Jens Möller, Dipl.Ing. Technische Beratungsstelle LIV Hessen. Wie Drohnen an Dächern funktionieren und was bei der neuen Richtlinie vom 7. April 2017 zu beachten ist, verdeutlichte anschaulich DDM Thomas Ruhrmann, Obermeister der Dachdecker-Innung Köln.

Nützliche Helfer für die Datensicherung zeigte Karl-Heinz Krawczyk wie zum Beispiel die Cloud-Dienste Dropbox, OneDrive und Google-Drive. „Sie können Ordner anlegen und diese freigeben, das ist der größte Vorteil“.

Brillant: Sonntag am Freitag Abend

Stuttgarts Obermeister Andreas Ambrus begrüßte die rund 350 Dachdecker in der Alten Reithalle, in der der Festabend gefeiert wurde. Er bedankte sich bei seinem Team um Geschäftsführer Hartmut Schad für die gute Organisation. Pünktlich um 21.00 Uhr ging es los: Kabarettist Christoph Sonntag enterte die Bühne und hatte den Saal in Sekundenschnelle auf seiner Seite. Er begeisterte mit politischem Witz, den auch die Nicht-Schwaben zum Lachen brachte. Musikalisch gestaltete die Lounge Experience den gelungenen Festabend.

Zusätzliche Brisanz gewann das Thema von Götz Schartner, Professioneller Hacker und Experte für Internetsicherheit. So hatte am Freitag Abend eine weltweite Welle von Cyberattacken mehrere Krankenhäuser in Großbritannien lahmgelegt und sich dann rasant verbreitet. Die Experten zählten am späten Abend mehr als 45.000 Angriffe in 74 Ländern durch die Schadsoftware „WannaCry“. Schartner demonstrierte live und eindrucksvoll, wie leicht ungeschützte Daten in kriminelle Hände fallen können.

Johannes Messer

Den kompletten Beitrag lesen Sie in DDH 11.2017.

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