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Thullesen ist bester Ausbilder im Handwerk

Der Dachdeckermeister Lars Thullesen aus Neumünster (Schleswig-Holstein) ist mit dem Heribert-Späth-Preis für besondere Ausbildungsleistungen im Handwerk 2011 ausgezeichnet worden. In seinem Betrieb spiele Aus- und Weiterbildung eine herausragende Rolle.

Dachdeckermeister Lars Thullesen in seinem Showroom. Foto: DDH

Mit innovativen Ideen und internen Schulungen gelinge es ihm immer wieder, junge Menschen zu Spitzenleistungen bei Gesellenprüfungen und Leistungswettbewerben zu motivieren, hieß es am Freitagabend bei der Preisverleihung in Bielefeld. Die mit 3.000 Euro dotierte Auszeichnung wird seit 1997 jährlich von der Stiftung für Begabtenförderung im Handwerk vergeben.

Thomas Keindorf, Präsident der Handwerkskammer Halle (Saale), Vorsitzender der Mitgliederversammlung der Stiftung für Begabtenförderung im Handwerk und Mitglied im Präsidium des Zentralver-bandes des Deutschen Handwerks (ZDH), verwies in seiner Laudatio auf die Vielzahl der Qualifikationen des Preisträgers. Thullesen ist Meister im Dachdecker-, Klempner-, Zimmerer- und Maurerhandwerk. Sein Unternehmen beschäftigt 30 Mitarbeiter, darunter zehn Lehrlinge. Keindorf: "Ausschlaggebend für die heutige Auszeichnung ist das Projekt "Grundstein", etwas ganz Besonderes, das wir so im Handwerk noch nicht erlebt haben."

Lars Thullesen beschäftigt in seinem Projekt "Grundstein" ( www.thullesen.de/grundstein ) auf eigene Kosten einen Vollzeit-Nachhilfelehrer für Mathematik, Physik, Chemie, WiSo und Erdkunde. Er unterrichtet auf dem Betriebsgelände rund 50 schwache Schü-ler aus den umliegenden allgemeinbildenden Schulen in Gruppen mit maximal 4 Schülern. Das verbessert deren Schulnoten, der Betrieb hat ein positives Image bei den Eltern in der Region und rekrutiert auch aus dieser Zielgruppe seinen Fachkräftenachwuchs. Und wer Lust hat, kann nach dem Unterricht noch im Betrieb jobben, um sein Taschengeld aufzubessern.

Darüber hinaus leiten begabte Auszubildende bereits am Ende der Ausbildung eigene Baustellen. Zu Beginn des letzten Lehrjahres gibt es einen ausführlichen Ausbildungspass, um vorhandene Defizite beheben und Stärken unterstützen zu können.


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