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Trennung mit Vorteilen

Eine Alternative von Flachdächern als Warmdach ist das Umkehrdach. Es bietet Vorteile, wo es um zusätzliche Funktionen geht. Wir beschreiben den Aufbau mit einer neuen Trennlage.

Bei Umkehrdächern unterliegt die Dämmschicht besonderen Belastungen. Ein neues Trennvlies bietet hier den notwendigen Schutz. Foto: Ursa

Ein Umkehrdach bietet deutlich mehr Schutz für die Dachabdichtung. Das gilt sowohl während der Bauzeit als auch in der gesamten Nutzungsphase des Daches. Dank der oberhalb der Abdichtungsebene angeordneten Dämmschicht wird diese sowohl vor mechanischen als auch vor extremen thermischen Belastungen geschützt. Natürlich wirkt sich dies positiv auf die Langlebigkeit und dauerhafte Funktionalität der gesamten Dachkonstruktion aus. Grundlage für eine Umkehrdachkonstruktion sind entsprechende Wärmedämmstoffe wie extrudierte Polystyrol-Hartschaumplatten nach DIN EN 13164. Für die Anwendung mit Kiesschicht oder als Terrassendach ist ihr Einsatz nach DIN 4108-2 genormt. Eine Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung ist für diese Anwendungen nicht notwendig. Die Extruderschaumplatten XPS D N-III-L oder D N-V-L von Ursa erfüllen außerdem die Anforderungen der DIN 4108-10 und sind damit für das Anwendungsgebiet DUK der Bewitterung ausgesetzte Außendämmung des Daches geeignet. Neben diesen Standardanwendungen lassen sie sich aufgrund ihrer Allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung Z-23.31-1263 nicht nur unter Begrünungen, sondern auch unter einer Kiesschicht mit Trennlage einsetzen.

Zuschlagswert kann entfallen

Speziell für diesen Einsatz wurde das Produktprogramm des Herstellers um eine auf den Dämmstoff abgestimmte Trennlage erweitert: Seco Pro Inverso. Das hochreißfeste, dreilagige PP-Vlies ist Wasser ableitend und zugleich diffusionsoffen. Bei der losen Verlegung auf den XPS-Dämmplatten erleichtern die praktischen T-Markierungen die notwendige Überlappung der einzelnen Bahnen untereinander. Eine Rolle von einhundert Meter Länge und drei Meter Breite reicht für eine Dachfläche von rund 300 Quadratmeter. Auf Grund der Allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung kann bei ihrem Einsatz in Verbindung mit den XPS-Dämmplatten der Zuschlagswert nach DIN 4108-2 zum berechneten U-Wert für bekieste Umkehrdächer entfallen. Üblicherweise müssen abhängig vom Dachaufbau dem U-Wert des gesamten Dachaufbaus UD nach DIN 4108-2 Zuschläge hinzugerechnet werden. Mit der erweiterten Zulassung entfällt die Erhöhung des berechneten UD-Wertes also ? U=0, selbst wenn der Wärmedurchlasswiderstand der Bauteilschichten unterhalb der Dachhaut < 0,1 (m2 · K)/W beträgt. Damit eignet sich das Umkehrdach in dieser Materialkombination auch gut zur Sanierung von Flachdächern, deren Aufbau nicht mehr den aktuellen Anforderungen an die Wärmedämmung entspricht. Eine dauerhaft dichte Abdichtung vorausgesetzt, kann auf dem bereits vorhandenen Aufbau eine zusätzliche Dämmschicht angeordnet werden. Zeit- und kostenintensive Abräumarbeiten entfallen bei dieser Form der Sanierung. Natürlich sind im Vorfeld alle wesentlichen Aspekte wie ausreichende statische Belastbarkeit, Dichtigkeit aller Details und Anschlüsse, entsprechende Attikahöhen sowie ein den aktuellen Anforderungen angepasstes Entwässerungskonzept zu berücksichtigen.


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