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Zusammensetzung und Praxistests

Kunststoffe eignen sich für vielfältigste Einsatzbereiche und können den Erfordernissen entsprechend maßgeschneidert hergestellt werden. Die Qualitätssicherung in den Herstellerbetrieben erstreckt sich von der Wareneingangskontrolle bis zur Prüfung der fertigen Ware. Durch die ISO 9000-Zertifizierung wird eine Dokumentation der Produktionsprozesse vorgeschrieben, die durch Fremdüberwachungen unabhängiger Prüfinstitute ergänzt werden.

Praxistests zeigen, dass Kunststoffbahnen, fachgerecht verlegt, auch nach zwanzig Jahren dicht sind. Hier das Hundertwasserhaus in Darmstadt. Foto:DUD

Chemische Zusammensetzung

Die wichtigsten Rohstoffe zur Kunststoffherstellung sind Erdöl, Erdgas und Kohle. Nach entsprechender chemischer Vorbehandlung werden die sogenannten Monomere hauptsächlich durch Polymerisation zusammengefügt. Art und Anzahl der polymerisierten Moleküle entscheiden über die stofflichen Eigenschaften. Die Bezeichnungen der Dachbahnen folgen den Basispolymeren. Diese werden mit Stabilisatoren, Flammschutzadditiven, UV-Absorbern, Pigmenten und Verarbeitungshilfsmitteln gemischt und zu Bahnen verarbeitet.

Langjährige Referenzen

Die Zusammensetzung und die maximalen Anteile der einzelnen Komponenten sind in den Werkstoffnormen nach DIN festgelegt. Ausnahme sind FPO-Bahnen, deren Normung aber beantragt ist. Die Bahnen der im DUD organisierten Produzenten übertreffen die in den Normen fixierten Kennwerte, Eigen- und Fremdüberwachung nach DIN sind obligatorisch. Bahnen mit weniger als 1,2 mm Dicke entsprechen nicht der Norm und bieten auch nicht die Sicherheit eines genormten Produkts, wie aktuelle Langzeittests gezeigt haben.

Praxis-Tests

Untersuchungen zeigen, dass Kunststoff-Dach- und Dichtungsbahnen die DIN-Anforderungen an Neuware auch nach jahrzehntelangem Einsatz noch voll erfüllen können und dass sich die mechanischen Werte gegenüber dem Verlegezustand kaum verändern. Auch nach 20-jähriger Liegedauer unter erschwerten Umgebungsbedingungen sind sie funktionstüchtig:

-kaum verminderte Elastizität,

-keine Beschädigungen von z.B. mechanisch befestigten Bahnen,

-keine Beschädigungen durch Umwelteinflüsse

-alle Anschlüsse auch nach 20 Jahren voll funktionstüchtig (Gutachten z.B. von Heiko Bölling, Sachverständiger, Laatzen)

Damit bestätigt die Praxis die Bewitterungstests der Hersteller. Die künstliche Langzeitbewitterung (Xenon-Test) zeigt, dass Kunststoffbahnen beispielsweise äußerst stabil gegen UV-Strahlen sind und die erreichten Werte höher liegen als die geforderten DIN-Werte. Zudem bieten alle Firmen des Industrieverbandes Kunststoff-Dach- und Dichtungsbahnen e.V. nach FLL-Verfahren geprüfte Kunststoff-Dachbahnen an, die aufgrund ihrer homogenen Nahtverbindungen und ihrer mechanischen Festigkeit ohne Zugabe von wurzelhemmenden Stoffen wurzel- und rhizomfest gegenüber Quecken sind.

Beratung und Information

Der DUD Industrieverband Kunststoff-Dach- und Dichtungsbahnen mit Sitz in Darmstadt als Organisation der führenden Hersteller von Dach- und Dichtungsbahnen aus Kunststoff informiert über Bahnenwerkstoffe sowie zu Themen wie Umweltverträglichkeit und Verarbeitungssicherheit, über Einsatzmöglichkeiten und den systemgerechten Aufbau. Die DUD-Mitglieder haben sich einem zertifizierten Qualitätsmanagementsystem (QMS) nach ISO 9001 verpflichtet, das ein zum Teil erheblich höheres Anforderungsprofil gegenüber den in den Stoffnormen enthaltenen Kriterien festlegt. Die Überwachung der produkt- und prozessspezifischen Eigenschaften ist Bestandteil des QMS.


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