Zwanglos mit Schiefer

Im zweiten Teil unserer Serie Dachdetails beschäftigen wir uns intensiver mit der Herstellung von Hauptkehlen im Schieferdach. Wir schauen uns die unregelmäßig eingebundene Kehle und die Herzkehle einmal genauer an.

Zwanglos mit Schiefer
Foto: Punstein

Die Verschneidungslinie zweier Hauptdachflächen ist eine Hauptkehle. Hauptkehlen können, mit Ausnahme der Herzkehle, als rechte und linke Kehlen gedeckt werden. Rechte und linke Hauptkehlen können bei gleichen und ungleichen Dachneigungen gedeckt werden. Die Breite der Kehle muss mindestens sieben Kehlsteine betragen. Mehr als neun sollten nicht verwendet werden. Die Kehlsteine untereinander sind mit halber Seitenüberdeckung zu decken. Ausnahme ist eine versetzt gedeckte Kehle, wo die Seitenüberdeckung 1 bis 2 cm mehr als halbe Seitenüberdeckung betragen soll. Herzkehlen werden von dem in der Mitte der Kehlen liegenden Herzwasserstein nach beiden Dachflächen, die gleiche Dachneigung haben müssen, gedeckt. Der Herzwasserstein muss genau über der Kehlmitte liegen und rechts und links kommen mindestens vier Kehlsteine zu liegen.

Dachneigung entscheidet über Deckart

Hauptkehlen können bis zu einer Kehlsparrenneigung von 30° bis 40° Dachneigung noch regensicher gedeckt werden. Ungleichhüftige Kehlen sind, wenn möglich, von der flachen in die steile Dachseite zu decken. Rechte und linke Hauptkehlen sollten möglichst vom Wasserstein aus gedeckt werden. Bei Dachneigung über 50° kann eine Hauptkehle auch vom Einfäller aus gedeckt werden.

Alwin Punstein

Weitere Skizzen und interessante Informationen zu diesem Thema, finden Sie in DDH 05.2016

Skizze DDH 05.2016

Erste Schritte (Fußgebinde, Deckgebinde, Kehlgebinde)

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