Zwei Zwiebeln auf einem Turm

Für die evangelische Kirchengemeinde in Alterkülz war es ein kleiner Schock: wegen massiver Feuchteschäden im Innenbereich musste ihre Kirche für einen längeren Zeitraum geschlossen werden. Die Wickert GmbH deckte zwei Turmzwiebeln und Teile der Hauptdachflächen neu und rekonstruierte die Gauben samt Gaubenspiegel.

Sanierung_Alterkütz Deckbild
Schuppendeckung und Ochsenblut: Nach der umfangreichen Sanierung durch die Firma Wickert schützt das neue Dach die rund 250 Jahre alte Kirche.

Erbaut zwischen 1759 bis 1763 thront die als Saalbau angelegte evangelische Kirche von Alterkülz am höchsten Punkt der kleinen Gemeinde im Hunsrück. Heute zählt der Sakralbau zur Liste der Kulturdenkmäler des Landes Rheinland-Pfalz. Der eigentliche Grund für die Sanierungen waren massive Beschädigungen durch Feuchteschäden an den Putzflächen der Bruchsteinwände der Kirche. Diese wurden in den 1970er-Jahre mit Dispersionsfarbe gestrichen, welche feuchtigkeitsundurchlässig war und nicht atmete. Das Resultat war eine völlige Feuchtedurchsättigung des Gemäuers.

Schäden am Dach größer als erwartet

In einer beschränkten Ausschreibung setzte sich die Wickert Bedachungs GmbH aus Reckershausen nicht zuletzt aufgrund ihrer Referenzen im Bereich der denkmalpflegerischen Leistungen durch. Nach der ersten Bestandsaufnahme wurde der Umfang der Arbeiten festgesetzt: die Neudeckung der beiden Turmzwiebeln, die Deckung der Südostseite des Hauptdaches und eine Erneuerung des Fassadenbereich des Glockenturms. Weiterhin mussten zwei der drei Walmflächen neu eingedeckt werden. Diverse Reparatur- und Anpassungsarbeiten im gesamten Dachbereich sowie die Montage einer neuen vorgehängten Rinne gehörten ebenfalls zum Leistungsumfang. Aufgrund der Komplexität der zu erwartenden Deckung insbesondere am Turm wurde bereits für die Planung der Schieferarbeiten eine externe Beratung hinzugezogen. Dachdeckermeister und Schieferexperte Alwin Punstein begleitete das Projekt in Alterkülz von der Planung über die Realisierung bis hin zur Abnahme und stand DDM Wickert, wenn nötig, zur Seite.

Augenmerk auf Regensicherheit

Nach Gerüststellung am Turm und am Hauptdach konnten die Dachdecker mit dem Abbruch der schadhaften Schieferdeckung am Turm beginnen. Im Abbruch der alten Deckung stellte sich heraus, dass auch Teile der Schalung aufgrund des Eintriebs von Flugschnee und Regen beschädigt waren. Das Wickert-Team tauschte zunächst die schadhaften Bretter aus und nagelte die gesamte Schalung mit verzinkten Drahtstiften nach.

Alwin Punstein und Michael Zenk

Den kompletten Beitrag lesen Sie in DDH 08.2017.

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