11 machen mobil

Momentan können Dachdeckerbetriebe unter elf Fahrzeugen mit einem zulässigen Gesamtgewicht (zulGG) von etwa 2 bis 2,5 t wählen. Nutzlasten von maximal 800 kg können dabei drin sein. Meist passen in den Frachtraum drei Kubikmeter - oder mehr als vier, wenn es eine gestreckte oder Hochdach-Variante ist.

0813-600 01_Aufmach6U0388n.jpg
Mobil mit kleinem Frachtraum: Für viele Kundenbesuche oder Material- und Servicefahrten macht es Sinn, nur mit einem Zweitonner auf Achse zu gehen. Foto: Dietrich

Viele Handwerksbetriebe haben Verwendung für ein kleineres Nutzfahrzeug mit etwa drei Kubikmetern im Frachtraum, für viele Kundenbesuche oder Material- und Servicefahrten muss man nicht gleich mit einem 3,5-Tonner auf Achse sein. Nach dem Motto "schnell mal eben" empfiehlt sich ein solcher Zulieferer, der flink sein Ziel erreichen kann und auch in beengten Straßenverhältnissen keinen allzu großen Platz beansprucht.

Die Trümpfe der Lieferwagen

Was gilt es zu transportieren und wohin? Muss mit dem gleichen Fahrzeug mal eine sperrige Leiter, mal wenige Utensilien transportiert werden? Diese Art von Bedarf hat die Lieferwagenklasse mit durchschnittlich 2,2 t zulGG fast unentbehrlich werden lassen. Das Angenehme bei den meisten City-Flitzern: Trotz des Frachtraumes kommt meist kein Zweifel darüber auf, dass man sich in der Pkw-Klasse befindet und deshalb ein agiles Fahrwerk mit entsprechendem Fahrkomfort zur Verfügung hat. Die Motorentechnik - im Handwerk steht der Lieferwagen als Diesel im Vordergrund - ist durchweg konform mit der Schadstoffklasse Euro5. Auch der Elektroantrieb wird 2013 Thema sein: Gab es bislang lediglich den Ford Transit Connect sowie den Renault Kangoo Z.E. zu kaufen, wollen Citroën, Peugeot und Nissan im Laufe des Jahres nachziehen.

Darf es kleiner und größer sein?

Inzwischen ist es nicht ganz einfach, unter den Lieferwagen die Übersicht zu behalten. Seit 2008 runden sogenannte Mikro-Vans das Nutzfahrzeugangebot nach unten ab. Dazu gehören beispielsweise Renault Kangoo Compact oder Fiat Fiorino. Sie bieten bei einem sehr kurzen Radstand von maximal 2,5 m³ hinter der Trennwand, realisieren einen Wendekreis unter 10 Metern und sind damit insbesondere für die Lebensräume in Großstädten mit geringem Parkplatzangebot oder für ein beengtes Straßennetz in Altstadtlagen konzipiert. Bei dieser Marktübersicht bleiben sie außen vor.

Vergrößerte Varianten eines typischen Lieferwagens gibt es auch. Es sind um 25 oder gar 40 cm gestreckte Varianten, sodass der Frachtraum hinter der Trennwand dreieinhalb oder gar vier Kubikmeter verkraften kann. Diese Maxi-Versionen gibt es bei den Zwillingen Citroën Berlingo/Peugeot Partner sowie Fiat Doblò/Opel Combo, beim Ford Transit Connect, Renault Kangoo und VW Caddy. Die tabellarische Übersicht hat dies berücksichtigt.

Verwandelbarer Frachtraum

Ob Kasten oder Kombi: Bei den Lieferfahrzeugen kann die Kaufentscheidung beeinflussen, ob zeitweilig Fracht oder Personen transportiert werden sollen. Letzteres realisiert beispielsweise der Caddy gut. Denn seit dem Baujahr 2011 sind alle hinteren Sitze eines Kombis nur durch Steckverbindungen im Boden verankert. Ein zeitraubendes Lösen von Schrauben entfällt.

Noch weniger Umstand bereitet die Umrüstung vom Frachter zum Taxi durch ein faltbares Trenngitter, das mit der Rückenlehne der hinteren Sitzbank kombiniert ist. Im Handumdrehen kann der ebene Laderaumboden verkleinert und im Aufrichten der Rückenlehne eine Mitfahrgelegenheit für drei Personen hergerichtet werden. Beispielsweise listen diese Lösung Renault Kangoo, Citroën Berlingo und Peugeot Partner. Der mögliche Nachteil: Wird die Rückenlehne aufgerichtet, faltet sich das Gitter unter das Fahrzeugdach und beansprucht dort Platz der einem großgewachsener Passagier an Kopffreiheit fehlen wird.

Thomas Dietrich

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in Ausgabe DDH 08.2013.

Letzte Aktualisierung: 09.04.2013