125 Jahre Dachdecker-Innung Bremen

Eine Urkunde am Bremer Roland zog am 12. November 2018 Aufmerksamkeit auf sich: Mitten auf dem Marktplatz wurde mit Erlaubnis des Senats auf das traditionsreiche Handwerk und insbesondere auf die Bremer Handwerksgeschichte hingewiesen.

Vorstand Dachdecker-Innung in Bremen
Innungsvorstand und Kollegen vor und neben dem Roland
Foto: Henning Höpken

Nach der Platzierung der von Daniela Horvat gestalteten Urkunde folgte am 14. November ein Zusammenkommen in Bremens "Guter Stube", bei dem Obermeister Rudolf Behr über 140 Gäste zu "125 Jahren Dachdecker-Innung Bremen" begrüßte. Unter anderem waren Vertreter aus Handwerk, Industrie und Politik sowie Vorstand und Geschäftsführung des Landesinnungsverbandes Niedersachsen-Bremen vor Ort.

„Am 27.8.1893 wurde unsere Innung aus den Zünften heraus gegründet und sorgt bis heute für Zusammenhalt und Fortschritt unserer Betriebe“, erklärte der Obermeister in seiner Begrüßungsrede.

Glückwünsche erhielt die Innung ebenfalls von Carsten Stelter, Landesinnungsmeister des Landesverbandes Niedersachsen-Bremen, sie stelle eine der kreativsten und aktivsten Gemeinschaften und auch eine der größten des Verbandes dar. Dies läge nicht nur an kompetenter Mitarbeit im Landesvorstand sondern auch am modernen Nachwuchswerbefilm, der zu Beginn der Feier präsentiert wurde.

Talkrunde und Kohlessen

Dr. Joachim Lohse, Senator für Umwelt, Bau und Verkehr beschrieb den Berufsstand als eines „der ältesten Handwerke der Welt und wichtigen Bestandteil unserer Gesellschaft“. Er beneide die Handwerker darum, dass diese am Ende des Tages ihre geschaffte Arbeit betrachten können, was in der Politik oft ausbliebe. Mit sicheren Schlägen versenkte er einen großen Nagel in einem Holzbalken.

125 Jahre Dachdecker-Innung
Bremens „Gute Stube“. Ein schöner Platz für eine gelungene Feier.
Foto: Henning Höpken

In einer Talkrunde betont Lothar Gehlhaar, dass es für ihn eine wichtige Rolle spiele, weiterhin von den Vorteilen als Innungsmitglied profitieren zu können: die fundierten Informationen und die Möglichkeiten Tarifvereinbarungen und Gesetze mitzugestalten, seien klare Vorteile gegenüber Nichtmitgliedern. Auch Tobias Lemke, eines der jüngsten Mitglieder, konnte das bestätigen. Höhepunkt der Veranstaltung waren die von den Auszubildenden gebauten Kinderspielhäuser aus Holz, die anschließend an Kindertagesstätten verlost wurden. Nach der vom Regisseur und Schauspieler Dirk Böhling moderierten Jubiläumsfeier folgte ein zünftiges Kohlessen das in vielen Gesprächen und dem traditionellen Ambiente schließlich ausklang.

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Letzte Aktualisierung: 21.11.2018