Aluminium schützt nachhaltig

Eine marode, mit asbesthaltigen Wellplatten gedeckte Industriehalle musste saniert werden. Neben den Anforderungen zum Asbestabbruch (TRGS 519) stellte sich Dachdeckermeister Ott der Herausforderung, ein optimales Arbeitsklima im Halleninneren zu realisieren. 2.160 m² Dachfläche erhielten eine Aluminium-Stehfalzbedachung.

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Abschnittweise wurde das Hallendach von den asbesthaltigen Wellplatten befreit und mit einem mehrlagigen Systemaufbau saniert. So konnten optimale Dämm- und Schallschutzwerte realisiert werden. Fotos: Ott

Die Hilge GmbH gehört zu den führenden Herstellern von hochwertigen Edelstahlpumpen. Ziel des Unternehmens ist es, für die technologischen Anforderungen in den verfahrenstechnischen Prozessen der Kunden innovative und intelligente Pumpensysteme zu entwickeln und zu liefern. Dies setzt den Einsatz modernster Maschinen und optimierter Ablaufprozesse voraus.

Werte schützen

Die Fertigungshalle - Kernstück der Hilge GmbH - ist ausgerüstet mit hochwertigen CNC-Maschinen. Die Fassade der Industriehalle wurde bereits auf den neusten energetischen Stand gebracht. Im zweiten Bauabschnitt folgte das Hallendach.

Die Industriehalle besaß eine Dacheindeckung aus asbesthaltigen Wellplatten. Darunter folgte eine Schicht aus 20 mm starken Holzfaserplatten oder 60 mm EPS-Dämmung je nach Anforderung. Eine winddichte Schicht und eine Dampfsperre fehlten völlig. Vergilbte Lichtwellplatten versorgten die Halle nur noch mäßig mit Tageslicht. Durch die unzureichende Wärmedämmung und mangelnde Belüftungsmöglichkeiten waren die Mitarbeiter starken Temperaturschwankungen ausgesetzt. Auch eine Entrauchung der Halle fehlte. Die Qualität der Arbeitsplätze wurde den Ansprüchen der Hilge GmbH nicht mehr gerecht.

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Die Mehrzahl der Echtglas-Lichtkuppeln wurden entlang des Firstes montiert, um so eine maximale Tageslichtausbeute und eine optimale Be- und Entlüftung zu gewährleisten.

Zur Schaffung von ergonomisch optimierten Arbeitsplätzen stellte die Hilge GmbH zahlreiche technische Vorgaben bei der Sanierung. Ein maximaler Tageslichtquotient, niedrige Schallbelastung, ein gutes Raumklima durch Be- und Entlüftung sowie das Wärmeverhalten der Halle sollten deutlich verbessert werden.

Mit der Sanierung des Hallendaches wurde Dachdeckerbetrieb Klemens Ott aus Miltenberg beauftragt. Um die Produktion nicht zu beeinträchtigen, konnten sämtliche Abbrucharbeiten nur an Wochenenden durchgeführt werden. Die Dachdecker begannen mit der Einrichtung der Baustelle. Alle Vorbereitungs- und Abbrucharbeiten unterlagen den strengen Vorgaben der TRGS 519. Sachkunde-Verantwortlicher der Firma Ott nach TRGS war Spenglermeister Holger Weis. Weis: "Die Vorbereitungen zum Abbruch nahmen viel Zeit in Anspruch. Sämtliche Dachflächen wurden von innen mit reißfesten Folien und Fangnetzen ausgestattet, Spezialcontainer für die Entsorgung der Asbestwellplatten wurden aufgestellt und eine Dusch- und Umkleidekabine für unsere Mitarbeiter musste angeliefert werden."

Michael Zenk

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in Ausgabe DDH 15.2012.

Letzte Aktualisierung: 14.01.2016