Auszeichnung für Rathscheck

Schiefer ist ein natürliches, langlebiges Dach- und Fassadenmaterial. Er wird deshalb zu Recht als ökologisch wertvoll bezeichnet. Insbesondere die sehr lange Lebensdauer von Schieferdächern von häufig mehr als 100 Jahren begründet diesen Ruf. Rathscheck Schiefer wurde jetzt als erstem Schieferproduzenten eine EPD (Environment Product Declaration) überreicht.

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Hans Peters, Geschäftsführer des IBU (Institut Bauen und Umwelt e. V.) überreicht Frank Rummel, Geschäftsleiter von Rathscheck Schiefer die erste EPD für Schiefer. Foto: Rathscheck Schiefer

Die Umwelt-Produktdeklaration basiert auf einem international anerkannten Prüfprotokoll des IBU (Institut Bauen und Umwelt, Königswinter). Dieses Protokoll bezieht sich wiederum auf die internationale Normung ISO 14025 und beschreibt weltweit einheitliche Prüfkriterien, unter anderem für Baustoffe.

Moselschiefer mit Wasser- und Windstrom:

Basierend auf diesem vorgegebenen Produktprotokoll wurde für Rathscheck Schiefer der Marken Moselschiefer, InterSIN und ColorSklent (Farbschiefer) eine exakte Bestandsaufnahme aller Produktionsvorgänge von der Gewinnung, über die Zurichtung bis zum Transport erarbeitet. Bei der fast vollständig elektrifizierten Gewinnung von Moselschiefer läuft die Produktion komplett auf Basis von Naturstrom. Für fast alle Arbeiten unter Tage, den Schachtbetrieb und die Zurichtung der Schiefer wird nur Strom aus Wind- und Wasserkraft eingesetzt. Damit steht die angesehene Marke Moselschiefer weiterhin für ein wertvolles und konsequent ökologisches Dachdeckungsmaterial.

Wozu EPD?

Nachhaltiges Bauen ist eine Maßgabe der Zeit. Ziel des nachhaltigen Bauens sind wirtschaftlich effiziente, umweltfreundliche und ressourcenschonende Bauweisen. Nachhaltige Bauten stehen für hohe Wohnqualität durch Behaglichkeit und gesunde Baustoffe, geringe Heiz- und Wartungskosten und damit für eine hohe Wertbeständigkeit der Immobilien. Für solch engagiertes Bauen gilt es Baustoffe zu verwenden, die umweltfreundlich produziert werden, wenig oder keine Pflege benötigen, eine lange Lebensdauer aufweisen und am Ende ihres Lebenszyklus problemlos zu entsorgen sind.

Auf Basis der ISO 14025 und des daraus entwickelten Prüfprotokolls des IBU entstehen die besagten EPD (Umwelt-Produktdeklarationen). Sie fließen zum Beispiel in eine von der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) entwickelte Auditoring-Software ein. Diese erlaubt anhand von 63 Prüfkriterien, darunter Ökologie, Haltbarkeit, Pflegeaufwand, CO2-Emmisionen oder Recycelbarkeit, die Beurteilung von Gebäuden. Es wird erwartet, dass bereits in naher Zukunft die Bauten des Bundes und der Länder nach solchen Kriterien geplant und errichtet werden. Schon heute gelten nach diesem Konzept errichtete Bauten als vorbildlich zukunftsorientiert und wertbeständig. Mit der EPD für Schiefer fließen die Öko-Daten dieses Materials in die verschiedensten Auditoring-Systeme ein.

Letzte Aktualisierung: 14.02.2011