Besseres Raumklima: Das Dach als wichtiger Klimafaktor

Für Unternehmen ist die Nutzung von natürlichem Tageslicht mittlerweile ein wichtiger Faktor. Vor allem bei Lichtbändern und Dachfenstern kommt dem Sonnenschutz eine fundamentale Rolle zu. Wir geben Tipps, wie Dachdecker die Sonneneinstrahlung in der Praxis regulieren können.

Soldera Polycarbonat
Trotz der positiven Eigenschaften großer Polycarbonatflächen kann der starke Lichteinfall zu Blendungserscheinungen bei den Mitarbeitern führen. Foto: Soldera

Warum sind Lichtbänder bei Unternehmen so beliebt?

Lichtbänder stellen aufgrund ihrer länglichen Bauweise eine ideale Lösung für die Beleuchtung und Belüftung von großen Flachdächern bzw. leicht geneigten Dachflächen dar. Im Gegensatz zum klassischen Flachdachfenster sind die gewölbten Lichtbänder zudem weniger wartungsintensiv, da das Regenwasser bereits auf natürlichem Weg einen Großteil der Schmutzablagerungen wegspült. Der Clou: Mit der Hilfe von Lichtbändern lässt sich auf unkomplizierte Weise eine signifikante Menge des natürlichen Tageslichtes in Innenräume erzielen. Auf diese Weise kann der Anteil an künstlicher Beleuchtung effektiv reduziert werden, was wiederum Einsparungen bei den Energiekosten zur Folge hat.

Die meisten Dachdecker verbauen heute Lichtbänder aus Polycarbonat. Das Material ist im Vergleich zu echtem Glas wesentlich weniger anfällig gegenüber mechanischen Einflüssen wie etwas Starkregen und Hagel und weist daher eine besonders lange Haltbarkeit auf. Da sich mit Lichtbändern auch große Flächen mit Tageslicht versorgen lassen, sind sie insbesondere für Lagerhallen und Großraumbüros eine lohnende Investition.

Welche Nachteile können aus der Nutzung von Lichtbändern resultieren?

Grundsätzlich sind Lichtbänder dafür ausgelegt eine möglichst große Menge an Sonnenlicht einzufangen und so die Kosten für die künstliche Beleuchtung zu reduzieren. So ermöglicht die Positionierung auf Flachdächern in Kombination mit der Wölbung, dass die Verglasungen an wolkenfreien Tagen immer ausreichend bestrahlt werden. Die hohe Effizienz von Lichtbändern kann allerdings auch negative Auswirkungen mit sich bringen. Vor allem an heißen Sommertagen mit intensiver Sonneneinstrahlung kann es passieren, dass zu viel Licht in die Innenräume gelangt. Neben unangenehmen Blendungserscheinungen führt das intensive Sonnenlicht dabei in der Regel auch zu einer starken Wärmeentwicklung. Da sich hohe Temperaturen in Arbeitsumgebungen schnell auf die Produktivität bzw. die allgemeine Stimmung anwesender Personen auswirken können, sollten Szenarien dieser Art unbedingt vermieden werden. Neben der eigentlichen Hitzeentwicklung kann hier zudem auch die UV-Belastung gefährliche Dimensionen annehmen.

Wie können negative Folgen von starker Sonneneinstrahlung vermieden werden?

Dachdecker können ungewünschte Auswirkungen dieser Form bereits während der Installation von Lichtbändern effektiv vermeiden. Eine Möglichkeit ist hier beispielsweise, statt klaren Verglasungen eher trübe Exemplare mit integriertem Sonnenschutz zu verwenden. Bei bereits bestehenden Dachverglasungen gestaltet sich der Austausch der Polycarbonatplatten jedoch sehr aufwändig und ist mit hohen Kosten verbunden. Hier stellen vor allem spezielle Sonnenschutzfolien für Lichtbänder eine optimale Alternative dar. Die Folien können ohne großen Aufwand aufgetragen werden, während sie gleichzeitig eine optimale Schutzwirkung versprechen. Neben der Reduzierung der allgemeinen Lichtmenge filtern die Folien ebenfalls zuverlässig schädliche UV-Strahlen heraus. Auch die Reinigung stellt bei professionellen Folien kein Problem dar.

Was genau sind Sonnenschutzfolien?

Sonnenschutzfolien bestehen aus einem Verbund mehrerer Schichten, die im Zusammenspiel einen großen Anteil der Sonnenenergie zurückweisen. Hochwertige Folien weisen üblicherweise mindestens sechs Schichten auf. Das Fundament für den Sonnenschutz bildet dabei eine metallbedampfte Polyesterfolie. Die Metallbedampfung ist für die Reflektion zuständig und besteht in den meisten Fällen aus Aluminium. Weiterhin weisen Sonnenschutzfolien mehrere UV-Absorber auf, welche sowohl UV-B als auch UV-A Strahlung filtern. Hinzu kommen diverse transparente Schutzfolien sowie eine kratzfeste Beschichtung. Neben dem Erhalt eines angenehmen Raumklimas, ist auch der Schutz von Mitarbeitern und Produkten vor unnötiger Sonneneinstrahlung eine Aufgabe der Folien. Vor allem empfindliche Waren wie Lebensmittel oder Medikamente können durch zu hohe Temperaturen schnell Schaden nehmen.

Oliver Meier

Letzte Aktualisierung: 03.04.2018