Brexit Folgen bei Feger?

Das Rhein-Main Gebiet hat seine eigenen Gesetze. Das gilt auch für das Dachdecker- Unternehmen Weidmann & Feger. Eine Exkursion ins Reich von asiatischen Kunden und Wirtschaftsaufschwung in Ballungsgebieten.

Moritz und Manfred Feger
Besprechen alles gemeinsam und haben noch viel vor: Manfred (links) und Moritz Feger. Foto: DDH

Zur Terminabstimmung mit DDM Moritz Feger kommt eine kurze Mail: „Hallo Herr Messer. Rufen Sie einfach bei uns in der Zentrale an für einen Termin“. Kein Problem, Sekretärin Ruth Haas hat noch einen Termin frei. Auf der Hauptstraße prangt ein rund 50 m langer Schriftzug mit dem Logo von Fegerdach.de und die Autos des Dachdeckers parken auch in der Nähe. Im Büro empfängt mich ein entspannter Moritz Feger, der gerade über ein Ipad die Mitarbeiter koordiniert. Konkret heißt das in diesem Fall, dass die lästige Dokumentationspflicht in Sachen Arbeitsschutz, Skizzen, Pläne, Dokumentationen, Stundenzettel wenigstens digital gelöst wird. Und das läuft bei den Fegers gut.

Im Durchschnitt 35 Jahre

„Dank Apple und Microsoft können wir ja Dokumente erfassen und speichern. Unsere Meister, mein Vater und ich haben Dokumente als PDFs im System hinterlegt“, zeigt Moritz Feger. Zum Beispiel die Datei „Gefährdungsanalyse Steildach“. Hier stehen die Infos zum Abhaken und Ankreuzen zu dem Themen: Absturz, Elektrizität, Einsatz von Leitern und persönliche Schutzausrüstung. „Die Mitarbeiter haben die Daten immer dabei und können sie direkt im System versenden. Jede Kolonne hat ein Smartphone mit dem wir permanent unsere Baustellen dokumentieren und die Daten in die Dropbox stellen. So gehen wir zumindest einen Schritt in Richtung papierlos“ berichtet Moritz Feger.

Das läuft reibungslos und auch deshalb so gut, weil die Feger-Mannschaft im Durchschnitt nicht so alt ist und dennoch schon lange zusammenarbeitet. „Bei einem Altersdurchschnitt von 35 Jahren musst du die digitalen Abläufe nicht mehr so lang erklären, das machen unsere Jungs ganz intuitiv oder helfen sich untereinander“, betont Mortiz Feger.

Am Flatscreen werden die Baustellen jeden Morgen besprochen: Fahrzeuge, Kalenderwochen, Mitarbeiter. Seit zwei Jahren arbeitet das Unternehmen mit M-Soft und steuert damit die Kalkulation, Baustellenplanung und Nachkalkulation.

Die Tür geht auf, Vater Manfred Feger schaut herein und blickt auf den großen Flatscreen mit den Referenzfotos einer Sanierung von einer Stiftung. „1999 habe ich mit digitaler Fotografie angefangen, mit 800 Fotos im Jahr. Wahrscheinlich machen wir die jetzt in zwei Wochen“, berichtet Vater Manfred Feger. Mittlerweile sind viele Terrabyte dazu gekommen. Doch ohne Fotos wäre eine Baustellendokumentation fast unmöglich. „Das dient uns auch als Absicherung bei allen Auftraggebern wie unseren Privat- oder Gewerbekunden, der Hausstiftung oder Fraport“, so Manfred Feger.

Gute Mischung aus Groß- und Privatkunden

„Wenn man digital affin ist, macht es auf jeden Fall Sinn Prozesse in die Richtung zu denken: Wo kann ich Zeit sparen. Und die Zeit drängt, wie bei allen Dachdeckern, gerade zum Jahresende.

Sogar der Brexit spielt eine kleine Rolle für den 26-Mann-Betrieb im Taunus. „Die ganzen Banken bauen sehr viel. Die benötigen hier bei uns vor Ort schnell noch mehr Dependancen und Wohnmöglichkeiten, falls die Geschäfte auf der Insel den Bach runter gehen“, sagt Feger. Da fällt extrem viel Arbeit an, vor allem Schadenssanierungen machen einen großen Teil der Arbeit aus. Trotz wichtiger Großkunden ist der Privatkunde wichtigster Auftraggeber für die Dachdecker aus dem Taunus.

Johannes Messer

Den kompletten Beitrag lesen Sie in DDH 04.2019 .

Letzte Aktualisierung: 01.02.2019