Corona-Krise: Finanzielle Unterstützung für Handwerker

Die Bürgschaftsbanken der Länder ermöglichen nun im Schnellverfahren Kredite zu beantragen, die Ihnen den Umgang mit der aktuellen Situation erleichtern sollen. In diesem Artikel finden Sie alle Eckdaten zum Thema Expressbürgschaften und die neuen Auflagen für den Kreditanspruch.

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Für wen sind die Bürgschaften gedacht?

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Angehörige der Freien Berufe. Bei dem Vorhaben darf es sich nicht um eine Existenzgründung handeln, d.h. das Unternehmen besteht mindestens 3 Jahre.

Wofür sind die Bürgschaften gedacht?

Gewerbliche Finanzierungsvorhaben aller Art, wie z. B. Investitionen für Geschäfts- und Betriebserweiterungen, Betriebsverlagerungen, Betriebsmittel- und
Avalrahmenfinanzierungen.

Nicht verbürgt werden Kredite für Sanierungen.

Wie hoch sind die Bürgschaften?

50 %ige oder 80 %ige Ausfallbürgschaft gegenüber Kreditinstituten für Kredite bis € 250.000,-- d.h. Bürgschaft max. € 200.000,--.
Das Gesamtfremdfinanzierungsvolumen des Vorhabens darf nicht mehr als € 400.000,-- betragen.

Wie lange laufen die Bürgschaften?

Dem Förderzweck angepasste Laufzeiten:

in der Regel 10 Jahre, bei Immobilienfinanzierungen bis zu 23 Jahre, auch bei Betriebsmitteldarlehen 10 Jahre.

Es können bis zu zwei Freijahre beantragt werden.

Wie hoch sind die Kosten für eine Bürgschaft?

Einmaliges Bearbeitungsentgelt:

1,5 % vom Kreditbetrag bei Bürgschaftsübernahme, mindestens 400 Euro. Bei Beantragung einer ExpressBürgschaft mit einem Verbürgungsgrad von 50 % für Coronavirus-bedingte Liquiditätsfinanzierungen das hälftige Bearbeitungsentgelt von 0,75 %.

Bei vorzeitiger Entlassung aus der Bürgschafts­verpflichtung wird ein Entgelt in Höhe einer Jahresprovision auf den vorzeitig „freigestellten“ Kreditbetrag in Rechnung gestellt.

Bei einer Ablehnung des Bürgschaftsantrags fallen keine Kosten an.

Wie stelle ich einen Antrag?

Der Antrag auf eine ExpressBürgschaft wird von der Hausbank per Internet der Bürgschaftsbank zur Entscheidung vorgelegt. Mit der Antragstellung bestätigt die Hausbank insbesondere folgende Voraussetzungen:

  • Es liegen keine Pfändungen, Leistungsstörungen, Überziehungen oder sonstige Negativmerkmale vor.
  • Die zur Verbürgung beantragten Kredite/Darlehen sind noch nicht gewährt.
  • Die wirtschaftlichen Rahmendaten weisen ein operativ positives Ergebnis aus.
  • Bei bilanzierungspflichtigen Unternehmen beträgt das bilanzielle wirtschaftliche Eigenkapital mindestens € 1,--.
  • Gemäß Selbstauskunft wird ein positiver Vermögenssaldo ausgewiesen.
  • Die Kapitaldienstfähigkeit ist unter Berücksichtigung des neuen Vorhabens gegeben.
  • Die Einjahresausfallwahrscheinlichkeit (PD) ist nicht größer als 3,0 %.
  • Die ExpressBürgschaft wird durch die zu vereinbarenden Primärsicherheiten soweit wie möglich besichert.

Quelle: Bürgschaftsbank NRW


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Letzte Aktualisierung: 24.03.2020