Dachdecker 4.0

Digitalisierung 4.0 war das zentrale Thema des diesjährigen Dach-Konvents in Berlin. Vor allem die Bedeutung von Building Information Modeling (BIM) für die Dachbranche wurde diskutiert.

Karl-Heinz Schneider_Dachkonvent
ZVDH-Präsident Karl-Heinz Schneider begrüßte Spitzenvertreter aus Dachhandwerk, Dachbaustoffindustrie und Dachhandel zum 17. Dach-Konvent in Berlin. Fotos: DDH

Wie viel Digitalisierungspotenzial steckt noch in der Dachbranche? Wie können digitale Prozesse auch in kleineren Dachdeckerunternehmen eingesetzt werden? Mit diesen beiden Fragen eröffnete ZVDH-Präsident Karl-Heinz Schneider den 17. Dach-Konvent, der im Vorfeld des Bauwirtschaftstags in Berlin stattfand. Spitzenvertreter aus Dachhandwerk, -handel und -industrie beschäftigten sich zunächst mit der Konjunkturentwicklung im Dachdeckerhandwerk, die von ZVDH-Bereichsleiter Wirtschaft und Unternehmensführung Felix Fink präsentiert wurde. Eine solide Auftragslage und gute Stimmung prägen das konjunkturelle Bild im Dachdeckerhandwerk, obwohl die Quartalsentwicklung anders verlief als im Vorjahr. Die typische Frühjahrsbelebung, so Fink, fand diesmal nicht statt, dafür war im dritten Quartal 2015 die Witterungslage etwas besser als 2014. Insgesamt werde eine ähnliche Umsatzhöhe wie 2014 erwartet, etwa 9,2 Milliarden Euro. Für 2016 prognostizierte Fink ein leichtes Plus, „weil es einige positive Indikatoren gibt, zum Beispiel gute Auftragslage und gestiegene Investitionsbereitschaft“.

BIM und die Folgen für die Dachbranche

Jens Bille vom Heinz-Piest-Institut für Handwerkstechnik an der Leibniz Universität Hannover leistete Überzeugungsarbeit in Sachen BIM (Building Information Modeling). Das sind aus seiner Sicht die Vorteile von BIM:

Zentral abgelegte, stets aktuelle Datenbasis

verbesserte Kommunikation und
Zusammenarbeit

Kosten und Termine im Blick

medienbruchfreie Weitergabe von Informationen

gesamter Lebenszyklus eines
Gebäudes wird abgebildet

Simulation, Visualisierung,
frühzeitige Kollisionsprüfung

offener Umgang mit Problemen.

Bille riet auch kleineren Bedachungsunternehmen, sich bereits jetzt mit BIM zu beschäftigen und an Pilotprojekten teilzunehmen oder Schulungsmaßnahmen zu nutzen, die auch sein Institut umfangreich anbietet .

Felix Fink Dachkonvent
Felix Fink, ZVDH-Bereichsleiter Wirtschaft und Unternehmensführung, machte Mut für die Konjunkturentwicklung im nächsten Jahr: „Es gibt Indikatoren für ein leichtes Wachstum.“

Elke Herbst

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in DDH 24.2015

Letzte Aktualisierung: 18.12.2015

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