Dachfenster werden teurer

Obwohl die Roto-Gruppe 2017 nicht alle Ziele erreichen wird, möchte sie ihre Leistungsbereiche stärken. Sie prognostiziert einen Gesamtumsatz von rund 630 Millionen Euro. Dachdecker müssen sich auf steigende Preise im Bereich Wohndachfenster einstellen, Schuld sind die steigenden Rohstoffpreise.

Roto PK Keill und Renata Alt
Renata Alt, Mitglied der FDP, sprach auf dem Roto-Fachpressetag als Gastreferentin über die Probleme der Europäischen Union. Links Dr. Eckhard Keill, Vorstandsvorsitzender der Roto Frank AG. Foto: DDH

Zum 12. Internationalen Fachpressetag lud Roto Mitte November im Raum Stuttgart ein. Am Stammsitz in Leinfelden-Echterdingen begrüßte Dr. Eckhard Keill, Vorstandsvorsitzender der Roto Frank AG, die Teilnehmer.

Vorstand Christoph Hugenberg und Stephan Hettwer, Direktor Kunden und Märkte, informierten über Dachfenster und die passenden Service-Leistungen. Im Anschluss besichtigen die Gäste den Roadshow-Truck und das Werk Leinfelden. Der Dach-Markt und die Unternehmensentwicklung des Herstellers waren Themen am Mittwoch. Dr. Eckhard Keill und Michael Stangier, Vorstand Finanzen, präsentierten Zahlen und Fakten.

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung des Herstellers ist befriedigend bis gut „Die Produktion lag in Deutschland 2016 etwas unter dem Niveau von 2014. Die Fensterproduktion betrug 11,9 Einheiten nach 12,2 Einheiten. 2017 war ein Jahr der Marktkonsolidierung - aber eben auch nicht mehr“, sagte Dr. Keil.

Zum aktuellen Konjunkturbarometer für Dachdecker.

Die „negative Überraschung“ sei jedoch das schwache Geschäft im Kernmarkt Deutschland. Dafür machte Stangier folgende Faktoren verantwortlich:

  • Konzentration des Neubaubooms auf Mehrfamilienhäuser
  • Flachdach-Dominanz in einigen Regionen
  • Nachlassende Renovierung
  • Der beendete Hype rund um die energetische Sanierung
  • Zu geringe Handwerkskapazitäten.
 

Steigende Metall-Preise

Der Fokus auf den Kundennutzen spiegelt sich auch in den Investitionen von rund 30 Millionen Euro wieder. Allerdings ist die Ertragssituation „äußerst unbefriedigend“, so der Finanz-Chef. Grund sind vor allem die gestiegenen Rohstoffpreise bei den Metallen, vor allem bei Zink. Deutliche Preisanpassungen von rund 6.8 Prozent sind unvermeidlich, „wir haben gar keine Wahl“, ergänzte Dr. Keill.

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Renata Alt: Plädoyer für eine europäische Armee

Anschließend wurde es politisch. Renata Alt, Mitglied der FDP, vertrat den verhinderten Alexander Graf Lambsdorff und informierte über die Maßnahmen des Europäischen Parlaments gegen den aufkommenden Nationalismus, die Flüchtlingspolitik und die Problematik der Staatsinsolvenzen innerhalb der EU. „Tatsächlich befürworten wir Schuldenerlasse bis zur Insolvenz eines Staates“, betonte Alt. Sie erläuterte außerdem, wie schlecht es um die Bundeswehr und deren Waffen bestellt ist: „Wir plädieren für eine europäische Armee. Länder wie die Niederlande können sich im Konfliktfall gar nicht verteidigen“, so Alt.

Ein Update bei der Initiative „Einbruchschutz und Politik“ gab Dr. Eckhard Keill. Abschließend präsentierte Hartmut Schmidt, Direktor Produktinnovation Produktentwicklung und Produktlaunch das neue Drehkipp-Beschlagsystem Fenster Roto NX und gab einen Überblick über „Smart Home“.

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Johannes Messer


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Letzte Aktualisierung: 16.11.2017