Dachtage Eslohe: Die Puppen tanzen

Der Gelbdruck Abdichtung, Arbeits- und Tarifrecht und die richtige Klebeverbindung: Das waren einige der Themen, die die über 240 Dachdecker in Eslohe beschäftigten.

Michael Wolf Dörken
Den zweiten Tag eröffnete Dörken-Techniker Michael Wolf, der über Voraussetzungen für dauerhafte Verklebungen im Steildach vortrug

" Die Puppen tanzen“ ließ Mirco Ziegenhahn, der nicht nur Westfälischer Landessieger, sondern auch Dritter beim Bundesentscheid wurde. DDM Michael Wolf von Dörken zeigte die Bedeutung von Adhäsion und Kohesion bei der Verwendung von Verklebungen im Steildach. Heiko Ciesinski plädierte für den Überraschungseffekt beim Verkaufen.Auch dank der Dachdecker sind Gebäude immer dichter. Aber wie kommt verbrauchte Luft nun wieder hinaus? Günter Sperl von Velux stellte die Lüftungsnorm 1946-6 vor. Christoph Ortner von der österreichischen Firma Innotech hatte die weiteste Anreise und referierte zu Anschlageinrichtungen auf Flachdächern.

Den zweiten Tag eröffnete Dörken-Techniker Michael Wolf, der über Voraussetzungen für dauerhafte Verklebungen im Steildach vortrug. Wolf stellte die Frage in den Mittelpunkt, wie ein Klebstoff überhaupt funktioniert und aus welchen Gründen er versagt, und leitete aus den wissenschaftlichen Grundlagen die häufig auftretenden Probleme mit Klebebändern im Dachdeckeralltag ab. Wolf führte unterscheidend die Begriffe von Adhäsion – der Anhangskraft von unterschiedlichen Molekülen – und Kohesion – den Kräften zwischen den Molekülen eines Stoffes – ein. Unterlegt mit anschaulichen Bildern aus der Verklebpraxis demonstrierte der Vortrag die typischen Arten des Klebeversagens und der unterschiedlichen Eignung von Produkten auf Untergründen.

Klebeverbindungen: Es gibt keine eierlegende Wollmilchsau


„Die eierlegende Wollmilchsau, die auf allen Untergründen bei jeder Temperatur perfekt klebt, gibt es nicht“, betonte Wolf und unterstrich, dass für eine erfolgreiche Verklebung eine Vielzahl von Faktoren (Untergrundbeschaffenheit, geeignete Klebemittelwahl, Klebemitteleigenschaften, Verarbeitung, Bedingungen bei der Verklebung, während des Abbindens und nach Verklebung) eine „Klebekette“ bilden, von der nur eine tatsächlich vom Produkt beeinflusst wird.

In DDH 06.2016 gibts den ausführlichen Beitrag.

Letzte Aktualisierung: 29.06.2017