Dauerbrenner Polystyrol

Im nördlichen Saarland fand der 38. Saarländischer Dachdeckertag statt. In der guten Mischung aus Fachvorträgen und Event wurde deutlich: Das Thema Entsorgung HBCD ist noch lange nicht vom Tisch.

Saarländischer Dachdeckertag 2017
Aufmerksam lauschten die Dachdecker den Themen des Dachdeckertags.

Orscholz im nördlichen Saarland war in diesem Jahr der Tagungsort für den 38. Saarländischen Dachdeckertag am 1. September. Es bot sich somit an, dass die Damen während der Mitgliederversammlung eine der neuesten touristischen Attraktion des Saarlandes, den nahe gelegenen Baumwipfelpfad, unter sachkundiger Führung in Augenschein nahmen und begeistert zurückkamen. Bei seiner Begrüßung stellte Landesinnungsmeister Peter Braeuning fest, dass trotz der Zustimmung des Bundesrates zur neuen Verordnung das Thema Polystyrol-Entsorgung zwar wieder vereinfacht wurde, es aber trotzdem immer noch regional unterschiedlich zu Problemen mit den Entsorgern kommt. Planungssicherheit sieht daher anders aus.

 Peter Braeuning
Fand klare Worte zum Entsorgungsproblem: Landesinnungsmeister Peter Braeuning. Foto: AGV Bau Saar

„Entsorgungsproblematik und Callcenter nerven“

" Die Erträge der saarländischen Dachdecker hinken allen anderen Bundesländern hinterher, obwohl wir mit der Auftragslage zufrieden sind. Unzufrieden sind wir immer noch mit dem Dauerproblem HBCD-Entsorgung. Das nervt immer noch. Wir haben zwei Müllverbrennungsanlagen, wovon eine kein EPS annimmt, hier gibt es immer noch eine Verunsicherung. Es zeigt sich, dass es für die Politik extrem schwierig ist, einen realistischen Blick auf die Problematik zu bekommen. Die normalen Containerdienste sind immer noch komplett überfordert. Ich hätte mir gewünscht, dass die neue Verordnung erst zum 1.1.2018 in Kraft tritt, dann wären wir Dachdecker in der Übergangszeit etwas entlastet worden. Der ganze Prozess der Entsorgung ist immer noch sehr aufwendig – das ist kein Glanzstück der Entbürokratisierung geworden.

Ein anderes Thema ist die Bewertung von Angeboten für Versicherungsschäden, durch Call-Center. Deren Mitarbeiter rufen bei unseren Betrieben an und führen Preisverhandlungen - das nervt ebenfalls. Hier empfehlen wir unseren Dachdeckern, sich auf keine Preisverhandlungen einzulassen und auf einem Ortstermin zu bestehen“, sagte Peter Braeuning, Saarbrücken, saarländischer Landesinnungsmeister.

Alles zur Problematik Entsorgung HBCD .

Erfolgreicher Tag „Azubi am Bau“

Geschäftsführer Claus Weyers begann seinen Bericht zunächst mit einem Überblick über die Beschäftigtenzahl, dem Auftragseingang sowie dem Umsatz im Bauhauptgewerbe für den Zeitraum Januar bis Juni 2017 – hier überall ein Plus im Jahresvergleich. Danach gab es die aktuellen SOKA-Zahlen, nach denen im Saarland 1278 Arbeitnehmer in insgesamt 281 Betrieben beschäftigt sind. Die Anzahl der saarländischen Dachdeckerbetriebe ging im Jahresvergleich um 1,4 % zurück, die der saarländischen Dachdecker-Arbeitnehmer um 2,59 %. Erfreulich aber der Aufwärtstrend bei den Mitgliedsbetrieben der saarländischen Dachdeckerinnung.

Bärbel Breyer

Den kompletten Beitrag lesen Sie in DDH 19.2017.

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Letzte Aktualisierung: 19.09.2017