Den Daten-Gau vermeiden

Nur etwa die Hälfte aller Unternehmen sichert Untersuchungen zufolge Computerdaten regelmäßig. Die andere Hälfte spielt „Daten-Roulette“. Das kann sogar die Existenz von Unternehmen gefährden.

Datensicherung
Beim Online-Back-up werden die Daten über schnelle Internetverbindungen ­hochgeladen und in gesicherten Rechenzentren aufbewahrt. Foto: Strato

Computerdaten sind nicht unverwüstlich. Eine unbeabsichtigte Erschütterung des Rechners, ein kurzzeitiger Stromausfall während des Datenzugriffs oder starke elektromagnetische Felder können sie schnell ruinieren. Das versehentliche Löschen oder Überschreiben von Dateien sind weitere „Daten-GAU-Klassiker“. Diebstahl, Brand-, Blitz- oder Wasserschäden sind eher Ausnahmen – völlig auszuschließen sind aber auch sie nicht. Viren und Hacker stellen eine weitere Gefahrenquelle für PC-Netzwerke sowie für Internet- und
E-Mail-Nutzer dar. Computerviren können wichtige Dateien infizieren, teilweise unbrauchbar machen oder ganz zerstören. Wie wichtig es ist, wertvolle Projekt- und Bürodaten vor Datenverlust wirksam zu schützen, erkennt man häufig erst, wenn der Schaden bereits eingetreten ist. Mehrfacharbeiten, Zeitverzögerungen, Ärger mit Projektpartnern und Einnahmeeinbußen können die Folgen sein. Wer das schon einmal erlebt hat, nimmt das Thema Datensicherung (englisch: Back-up) nie wieder auf die leichte Schulter, denn davon kann im schlimmsten Fall die Existenz eines Unternehmens abhängen.

Welche Back-up-Strategien gibt es?

Ähnlich wie bei einer Versicherung muss auch beim Back-up-Konzept ein Kompromiss zwischen dem Wunsch nach Sicherheit und dem Aufwand bzw. den Kosten gefunden werden. Deshalb sollte man sich eine kluge Sicherungsstrategie überlegen. Bei der vollständigen Sicherung aller Daten (Komplett- oder Voll-Backup) wird ein Abbild des Datenspeichers auf dem Sicherungsmedium erzeugt. So lässt sich der ursprüngliche Zustand sofort wiederherstellen, allerdings ist die Komplettsicherung zeitaufwendig und die Sicherungsmedien müssen über ein großes Speichervolumen verfügen. Beim inkrementellen Back-up werden nur Da­teien gesichert, die seit dem letzten Sicherungsvorgang hinzugekommen oder verändert worden sind. Sowohl der Zeit- als auch der Platzbedarf sind erheblich geringer. Dafür dauert der Restaurierungsvorgang länger, weil bei Totalverlust zunächst das Voll-Backup, anschließend der Reihe nach alle inkrementellen Back-ups eingespielt werden müssen. Dabei kann schnell etwas schiefgehen. Besser ist – wenn es die Datenmenge zulässt – das differenzielle Back-up, bei dem stets alle Änderungen seit dem letzten Voll-Backup archiviert werden. Die Praxis erschwert jedoch häufig die Umsetzung obiger Back-up-Strategien. Befinden sich etwa Daten zu einem bestimmten Projekt ungeordnet auf verschiedenen Sicherungsmedien, ist eine schnelle ­Wiederherstellung eines Projektstands umständlich. Aus diesem Grund sichern viele Unternehmen ihre Daten zusätzlich projektbezogen (projektbezogenes Backup).

Marian Behaneck

Den kompletten Beitrag lesen Sie in DDH, Ausgabe 14.2016.

Letzte Aktualisierung: 15.07.2016