Drei mal Fachtechnik am Bildschirm

Als dreiteilige digitale Veranstaltung fand diesmal die Fachtechnische Tagung des ZVDH statt. Die gute Teilnehmeranzahl und die rege Beteiligungen zeigen: Dachdecker können Fachtechnik und Digitalisierung gleichzeitig.

Fachtechnische Tagung digtal 2020
Vor Ort auf Abstand gesetzt und im Netz digigal übertragen: die erste virtuelle Fachtechnische Tagung unter Leitung von Christian Anders, Michael Zimmermann und Josef Rühle (v.l.). Foto: ZVDH

Aufgrund der bekannten und erschwerten Bedingungen hatte sich der ZVDH im September kurzerhand dazu entschlossen, die Fachtechnische Tagung 2020 als Onlineveranstaltung durchzuführen. Um dennoch eine rege Diskussion zu ermöglichen, wurde die Veranstaltung auf drei Termine verteilt. Der erste Teil der Fachtechnischen Tagung befasste sich primär mit der geplanten Neustrukturierung der Fachausschüsse innerhalb des Zentralverbandes. Ziel ist es, neben den aktuellen Themen auch neue technische Entwicklungen aufzugreifen und optimal abzudecken. So wird sichergestellt, dass die Fachausschüsse zukunftsweisend für anstehende Aufgaben aufgestellt sind.

Die mehr als 40 Teilnehmer diskutierten rege und konstruktiv über die anstehenden Änderungen, woraufhin im Laufe der Veranstaltung auch entsprechende Optimierungen der Planung vorgenommen wurden. Über die abgestimmten Vorschläge wird final von der Mitgliederversammlung im November entschieden.

Wasserlauf und Reparaturaufträge

Ende September fand die zweite virtuelle Fachtechnische Tagung statt. Christian Geschke, technischer Berater des Landesverbandes Baden-Württemberg, stellte in seinem Impulsvortrag, zu dem ihn die Fragen des letzten Jahres angeregt hatten, zuerst die Ausbildung von Nocken und den freien Wasserlauf zur Diskussion. „Ich bin für den freien Wasserlauf“, erklärte Geschke. „Es kommt auf die Umstände an“, konterte André Hannes. Es entspann sich eine rege Diskussion, ob hier eine konkrete Regulierung sinnvoll sei. Michael Zimmermann, Vizepräsident des ZVDH, brachte es schließlich auf den Punkt: „Man muss auf der Baustelle auch ein gewisses Maß an Eigenverantwortung an den Tag legen.“

Landesspezifische Lösungen

Der Dauerbrenner Brandschutz stand ebenfalls auf Geschkes Agenda. Einigkeit herrschte bei den Beteiligten über die Qualität des Brandschutzatlas der Verbände Hessen und Nordrhein. Hier sollten sich noch mehr Landesinnungsverbände anschließen, um die föderalen Unterschiede der Landesbauordnungen hervorzuheben. Christian Anders, technischer Referent des ZVDH, plädierte für länderspezifische Veröffentlichungen außerhalb des Regelwerkes. Ergänzend böte sich eine Überarbeitung der Grundregel an, wo ein Hinweis zum Brandschutz eingearbeitet werden könne. Dieses Thema bedarf weiterer Diskussion und wird wohl auch weiterhin viel Raum in Tagungen einnehmen. Gleiches gilt für das nächste Thema der Agenda: die Abwicklung der Mauerabdeckung und ihren Abstand zum Putz.

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Vereinfachung und Transparenz

Christian Anders erklärte die Änderungen des Verfahrens für Fachregelwerksneuerungen und -ergänzungen, welche beim nächsten Vorhaben getestet werden sollen. Durch vermehrte Rückmeldungen der Landesverbände soll dazu eine bessere Beteiligung aus der Praxis erreicht werden.

Brigitte Latsch und Johannes Messer

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in DDH 21/2020.



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Letzte Aktualisierung: 04.11.2020

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