Editorial: Einfach mal baumeln lassen

„Als Dachdecker musst du schwindelfrei sein – und fest zupacken können“ – mit diesen Worten begrüßte mich damals mein Ausbilder zu Beginn der Lehre. Letzteres war nie ein Problem, Ersteres dachte ich auch – bis jetzt.

Michael Zenk

Als unsere Redaktionskollegin Brigitte Latsch-Weber neulich mit einigen Fotos unterm Arm von einem Baustellenbesuch zurückkehrte, wurde mir klar, dass Höhe nicht gleich Höhe ist. Für DDM Marc Peschl ist das Arbeiten in extremer Höhe Alltag. Das Besondere: mit nichts als einem Seil gesichert, klettert er über die Dächer der Republik. Wir durften dem Industriekletterer bei den Reparaturarbeiten an einem Kirchturm in Nettetal über die Schulter schauen – in 64 m Höhe (ab Seite 31).

Nicht ganz so hoch, dafür umso interessanter ist unsere Titelstory ab Seite 8. Hier beweist DDM Georg Bouteau einmal mehr, wie kreativ der Beruf Dachdecker ist. Bei einem Haus mit außergewöhnlicher Dachgeometrie musste ein besonderes Sanierungskonzept gefunden werden. Kupfer, Schiefer und Kunststoffdachbahn verschmelzen hier zu einer Einheit.

Zu guter Letzt noch ein Hinweis auf den Sanierungspreis 15: ­Bis Ende September können Sie noch für Ihren persönlichen Steil- und Flachdach-Favoriten voten unter www.sanierungspreis.de. Für Kurzentschlossene und für QR-Code-Liebhaber anbei der Direktlink zur jeweiligen Kategorie.

Viel Spaß beim Voten wünscht

Michael Zenk

Letzte Aktualisierung: 03.12.2015