Erste Dachdeckerin bei Hörnschemeyer

Die erste Dachdeckergesellin der Hörnschemeyer Dächer GmbH & Co. KG aus Osnabrück beweist: Das Handwerk muss keine Männerdomäne bleiben. In ganz Deutschland waren im Jahr 2018 nur 111 von 6520 Dachdecker-Azubis Frauen. Lisa Kundetov war eine der 111.

Erste Gesellin Hörnschemeyer
Voller Einsatz: Lisa Kundetov steigt als erste Dachdeckergesellin den Kunden der Hörnschemeyer Dächer GmbH & Co. KG aufs Dach.
Foto: Hörnschemeyer

Wenn Lisa heute nach einem harten Arbeitstag wieder vom Dach heruntersteigt, ist sie zufrieden mit sich und ihrer Berufswahl. Denn sie fühlt sich wohl auf ihrem Arbeitsplatz in luftiger Höhe und ist stolz, dass sie etwas geleistet hat, das Bestand hat. Bei ihrem Arbeitgeber Hörnschemeyer Dächer in der Nähe von Osnabrück ist sie die erste Frau auf dem Dach überhaupt. „Natürlich ist das Dachdeckerhandwerk immer noch eine Männerdomäne“, meint die geschäftsführende Gesellschafterin Ina Hörnschemeyer. „Aber Lisa ist das beste Beispiel, dass es dabei nicht bleiben muss! Sie zeigt vollen Einsatz und ist mit ihrem Engagement und Können auch bei den männlichen Kollegen voll anerkannt.“ Dabei führte Lisas Weg eher auf Umwegen als gerade hinauf zum Dachdeckerhandwerk. Umso sicherer ist sie jetzt bei Arbeitsbeginn, genau am richtigen Ort zu sein – frühmorgens, nicht selten mit weitem Ausblick über das Osnabrücker Land weiß die 21-Jährige, dass sie bei der Berufswahl die richtige Entscheidung getroffen hat.

Die erste Frau auf dem Dach  


An die ersten Tage bei Hörnschemeyer erinnert sich Lisa ganz genau: „Ich war ziemlich nervös und hatte Angst, als Frau auf dem Bau nicht akzeptiert zu werden. Ich habe mir einfach total viele Gedanken gemacht.“ Dass ihre Sorgen unbegründet sind, zeigt sich jedoch schnell. Schon nach ein paar Wochen fühlt sich Lisa als fester Teil des Hörnschemeyer-Teams. Ob sie sich trotzdem auch mal einen Spruch anhören musste, ganz allein unter Männern? „Den Jungs habe ich einfach schnell gezeigt, dass ich genauso gut anpacken kann. Danach war das überhaupt kein Thema mehr!“, meint die einzige Gesellin des Wallenhorster Familienunternehmens trocken. Die Quote von Frauen im Dachdeckerhandwerk ist deutschlandweit so niedrig, wie in kaum einem anderen Berufsfeld. Darauf angesprochen sagt sie: „Ich kann jeder Frau nur empfehlen, sich nicht abhalten zu lassen und sich nicht einreden zu lassen, dass man es als Frau nicht schaffen kann! Wenn es dein Traum ist, zieh es durch!“


Logo Hörnschemeyer
Im Hörnschemeyer-Team arbeiten viele Dachdecker und Zimmerer, die beim Wallenhorster Familienunternehmen gelernt und sich durch qualifizierte Ausbildung und stetige Weiterbildung zu Experten für hochwertige Dachdecker-Leistungen entwickelt haben.
Foto: Hörnschemeyer

 Höhenluft in cooler Kluft

Zurzeit arbeitet sie auf den Dächern im Landwehrviertel in Osnabrück. Auf dem früheren Kasernengelände entstehen bis Ende 2020 rund 1.000 neue Wohnungen. Damit ist das Landwehrviertel eines der größten, wenn nicht das größte Wohnungsbauprojekt in der ganzen Region. „Das ist einfach ein ganz tolles Gefühl, oben auf dem Dach zu stehen, die Aussicht über die Gegend genießen zu können, immer in Bewegung zu sein und vor allem: das Ergebnis des Arbeitstags am Ende vor – oder besser gesagt über einem sehen zu können“, erzählt Lisa. „Das ist es, was den Dachdeckerberuf für mich zu etwas ganz Besonderem macht.“Schwindelfrei ist die Gesellin selbstverständlich: „Das sollte auf jeden Fall eine Voraussetzung sein. Der Respekt vor der Höhe darf aber trotzdem nie verloren gehen.“ betont sie. Auch die Abwechslung ist es, die den Beruf interessant macht.“ Doch für die Dachdeckerin sticht das Handwerk nicht zuletzt noch aus einem ganz anderen Grund heraus, den man vielleicht zunächst gar nicht im Blick hat – oder eben schon: „Die Dachdeckerkluft ist natürlich die coolste Handwerkerkleidung überhaupt“, lacht sie. „Sieht super aus und ist total bequem – und natürlich ideal für die Aufgaben auf dem Dach!“

Mehr Infos unter: www.hoernschemeyer-daecher.de


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Letzte Aktualisierung: 29.11.2019