Fassade im Löwen

150 nordrheinische Dachdecker informierten sich in Bergisch Gladbach über die „Stiefkinder“ Holz und Fassade. Passend dazu verkündeten die Veranstalter die Preisträger ihres Fassadenpreises 2013.

Rund 150 nordrheinische Dachdecker kamen trotz prächtigem Wetter zum Fachtechnischen Tag.

Wuchtig steht das Bürgerhaus Bergischer Löwe im Zentrum von Bergisch Gladbach Blickfang ist die auffällige robraune Fassade. Rund 150 nordrheinische Dachdecker kamen trotz prächtigem Wetter zum Fachtechnischen Tag ins Rathaus und wurden vom Vorsitzenden des Dachdecker-Verbandes Nordrhein DDM, KM und ZM Dirk Bollwerk begrüßt. „Die Bereitschaft der Kunden steigt, wir müssen das Geschäftsfeld stärker besetzen“, betonte Dirk Bollwerk. Moderiert wurde die Veranstaltung von DDM Josef Rühle, Geschäftsführer Technik, ZVDH. Der Obermeister der Dachdecker-Innung des Bergisches Land DDM Harald Laudenberg gab einen kurzen Abriss über die Historie des Rathaus Bergischer Löwen. „Ob das ein gelungener Entwurf ist, wollen wir heute nicht beurteilen. Tatsache ist: Die Fassade des Gebäudes passt zum Thema“.

Fassadenpreis an Kinderhospiz gespendet

Dipl.-Ing. DDM und SPM Andrea Schulte-Täumer und Geschäftsführer RA und DDM Thomas Schmitz stellten die letztjährigen Gewinner des Fassadenpreises des Verbands Nordrhein vor, eingeteilt in die Kategorien „Industrie“ und „Privater Wohnbau“.

 „Der Bereich Fassade ist gut planbar, gerade in der Schlechtwetterzeit ist die Fassade eine Alternative“, sagte Kai Worring, Gewinner „Privater Wohnbau“. Das Unternehmen stiftete das Preisgeld an ein Kinderhospiz. Andrea Schulte-Täumer stellte im Anschluss die Kriterien für den Fassadenpreis 2014 vor. Einsendeschluss ist der 31 November 2014.

Die Gestaltung der Fassade in Verbindung mit Nachhaltigkeit war das Thema von Dipl.-Ing. (FH) Matthias Bickel von Trespa Deutschland GmbH. Mit dem Modell Meteon ist eine sichtbare Befestigung mit Schrauben auf Holz-Unterkonstruktion, inklusive Fugenband möglich. „Verbannen Sie die Abdeck-Kappen, die Platten müssen frei arbeiten, wir empfehlen ein Sonderlehrenmundstück oder eine Bohrlehre“, sagte Bickel, der 3 verdeckte Beispiele mit Agraffen und Profilen vorstellte. Als Gestaltungsmerkmal riet Bickel zu T-Fugen, bei der Verarbeitung zu Kreissägen.

Sicher ist sicher: Getrocknetes Holz bestellen

Ulrich Löttgen erlebte in Bergisch-Gladbach seinen letzten Fachtechnischen Tag. Er wurde von Dirk Bollwerk (links) und Geschäftsführer Thomas G. Schmitz „vorab“ verabschiedet.

Die recht komplizierten Einflüsse der DIN 68800 und des Eurocodes erläuterte nach der Mittagspause Dipl.-Ing. (FH) Christian Anders vom ZVDH anschaulich. Unterlagen und Unterkonstruktionen aus Holz und Holzwerkstoffen benötigen eine bauaufsichtliche Zulassung. „In der Praxis müssen Sie für jede Konterlattung einen statischen Nachweis vorlegen", sagte Anders.

Praxisschäden bei Flachdächern, genauer an 3 Tatorten, zeigte DDM Ulrich Löttgen, Leiter der Fachtechnik des Verbandes. Löttgen erläuterte die Verarbeitung von Holz- und Holzwerkstoffe bei Flachdächern. „Verwenden Sie nur Holzwerkstoffplatten, die der Nutzungsklasse 2 und 3 zugeordnet werden können“ sagte Löttgen.

Johannes Messer

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in DDH 08/2014.

Letzte Aktualisierung: 02.04.2014