Diskussion flachgeneigte Steildächer: Fachregeln als Basis

Basis aller technischen Ausführungen ist die Fachregel des Dachdeckerhandwerks. Darauf konnten sich Ende Oktober 5 Experten einigen. Teilnehmer an unserem Gespräch waren: Stefan Thomas (Technischer Leiter Erlus), Guido Hörer (Gesamtleiter Vertrieb und Marketing Erlus), DDM Hans-Georg Roelle und ZVDH-Geschäftsführer Josef Rühle, die mit DDH Redakteur Michael Zenk das Thema flach geneigte Steildächer diskutierten.

Expertengespräch Erlus 2018 Hörer
Guido Hörer: „Ich möchte aus unserer Sicht sagen: Die Fachregel ist ein ganz wichtiges Instrument". Foto: DDH

Josef Rühle, Geschäftsführer Technik des ZVDH, erläuterte die Thematik aus Sicht des Verbandes. Dachdeckermeister Hans-Georg Roelle berichtete über die praktischen Erfahrungen mit diesen flachen Bauweisen, die er in seinem betrieblichen Alltag erlebt. Guido Hörer, Gesamtleitung Vertrieb/Marketing Erlus und Stefan Thomas, Technischer Berater Dachbaustoffe Erlus, verdeutlichten die Sichtweise der Industrie. Moderiert wurde das Expertengespräch von DDH Redakteur Michael Zenk.

Im Mittelpunkt stand unter anderem die Frage der technischen Ausführung – bis wann sind flache Ziegeldächer eigentlich noch realisierbar und ab wann könnten Komplikationen auftreten? Darüber hinaus stellten sich die Experten die Frage, wie Dachdecker-Unternehmer mit den Vorgaben aus Regelwerk, Normen und Herstellervorgaben in der Praxis umgehen können, da diese sich teilweise deutlich unterscheiden.

Fachregel als wichtiges Instrument für den Dachdecker

Guido Hörer: „Ich möchte aus meiner Sicht und aus Sicht unseres Unternehmens sagen: Die Fachregel ist ein ganz wichtiges Instrument. Wir haben die letzten Jahrzehnte in Deutschland so viele Dächer gebaut die gut funktionieren und Grundlage war immer die Fachregel des Dachdeckerhandwerks .

Dennoch muss es möglich sein, neue Produkte zu entwickeln, die der Dachdecker alternativ nach ergänzenden Vorgaben des Herstellers als Sonderlösung verarbeitet. Erlus entwickelt zum Beispiel Dachziegel, die die höchstmögliche Regensicherheit bietet. Darüber hinaus stellen wir Verbindungen mit Kooperationspartnern her, die garantieren, dass die Unterspannbahn zum Beispiel für den E58 RS geeignet ist und bei 10 Grad funktioniert. Wir möchten dem Dachdecker  nicht vorschreiben, wo er seine einzelnen Komponenten einkauft und geben dem Verarbeiter so die Möglichkeit seine eigene Produktauswahl zu treffen. Das ist der Weg, den Erlus beschreitet, dafür stehen wir“.

Das ausführliche Expertengespräch lesen Sie in DDH 24.2018.


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Letzte Aktualisierung: 19.11.2018