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Thema: Bald Schluss mit Biber?

  1. #1
    Redaktion DDH Gast

    Standard Bald Schluss mit Biber?

    Creaton stellt die Biber-Produktion in Guttau ein:

    http://www.ddh.de/creaton-stellt-die...50/27344/5045/

  2. #2
    Unregistriert Gast

    Standard AW: Bald Schluss mit Biber?

    Nun, ja, wissen Sie überhaupt wie in Guttau Biber produziert werden?

    Creaton fertigt auch Biber in Roggden und Autenriet.
    Allerdings ist hier die Produktion gänzlich anders.

    Erich Böttcher

  3. #3
    Redaktion DDH Gast

    Standard AW: Bald Schluss mit Biber?

    Hallo Herr Böttcher,

    wie werden denn in Guttau Biber produziert?

  4. #4
    Claus Wöbken Gast

    Standard AW: Bald Schluss mit Biber?


  5. #5
    Unregistriert Gast

    Standard AW: Bald Schluss mit Biber?

    Hallo,

    Herr Wöbken war schneller.
    Ich hab den Artikel nur kurz angelesen. Man (frau) kann damit ohnehin nur etwas anfangen, wenn das Herstellen von Dachziegeln, in diesem Fall Biberschwänze, geläufig ist.
    Der Artikel beschreibt nur die Vorteile der Doppelstrangherstellung.
    Die Nachteile überwiegen, aus Sicht des Verarbeiters, aber eindeutig.
    Das Werk in Riesa (vormals Wiekor) wurde auch geschlosssen. (Auslöser war das Hochwasser)

    Die Herstellung im Doppelstrang bringt für den Hersteller Einsparungen in der Produktion (keine Trocken- und Brennhilfsmittel)
    Die Biber werden extrem hart. Feuchteaufnahme und Pufferung ist demzufolge extrem eingeschränkt.
    Engobieren ist nahezu unmöglich, da die Engobe auf den seitlich stehenden Doppelstrang aufgebracht werden müßte. Deshalb "einfärben" der Rohmasse, allerdings gibts große Farbstreuung.
    Da der Strang (wie bei allen Strangdachziegeln) aus der Presse ungleich schiebt, wird meist ein Biber des Doppelstrangs konvex und einer konkav.
    Die Ausschußquoten sind hier viel größer als bei der herkömmlichen Produktion.

    Mit freundlichen Grüßen
    Erich Böttcher

  6. #6
    Claus Wöbken Gast

    Standard AW: Bald Schluss mit Biber?

    Hallo Herr Böttcher,

    wenn man bedenkt, dass allein die Fa. Creaton über zwanzig verschiedene Formen im Bereich der Biberschwanzziegel und über zwanzig verschiedene Formen im Bereich Dachziegel im Programm hat, dann wundere ich mich ehrlich gesagt, dass nicht noch mehr Formen auf der Strecke bleiben. Wo will man denn diese ganzen Modelle eindecken? Das schafft ja schon Konkurrenz im eigenen Laden. Und dann sind da noch die anderen Hersteller wie Nelskamp etc.. Daher denke ich, dass die Ausschussquoten vielleicht dazu beigetragen haben, aber nicht allein der Grund für die Einstellung der Ziegelproduktion am Standort Guttau sind.

    Aus meiner Sicht resultiert die Einstellung aus der enormen Produktvielfalt, die am Markt herrscht. Deshalb könnte man die Situation trotz gleichem Ergebnis auch aus einem anderen Blickwinkel betrachten wie Stephan Führling von der Creaton AG. Die generell gewachsene Vielfalt der Dachmaterialien bietet sehr viel Auswahlmöglichkeiten, wobei sich eben einige Produkte mehr durchsetzen, als andere. Der Markt für Biberschwanzziegel muss daher nicht im klassischen Sinne geschrumpft sein, sondern einfach nur einen anderen Stellenwert bekommen haben. Es ist nicht Biberschwanzziegelspezifisch!

    Die gestiegene Produktvielfalt bei allen Herstellern dürfte sich auf die Absätze aller Dachbaustoffe auswirken. Eben eine Verlagerung des Ganzen. Herr Führling freut sich über den Erfolg von Produkt A, muss sich aber gleichzeitig von Produkt B verabschieden. Produkt C eines anderen Herstellers könnte allerdings schon in Lauerstellung liegen, um Produkt A das Leben schwer zu machen. Der Wettbewerb kennt kein Pardon. Es bleibt spannend!

    Mit freundlichen Grüßen
    Claus Wöbken

    Wöbken Dachtechnik, Sachverständigen- und Planungsbüro, Köln

  7. #7
    Unregistriert Gast

    Standard AW: Bald Schluss mit Biber?

    Hallo,

    Sie sehen das natürlich ganz realistisch Herr Wöbken.

    Creaton hat die Werke in Dillenburg und Guttau ja von Ströher übernommen, welcher sich damals verbal anschickte den Dachziegelmarkt aufzurollen und selbst aus dem Fliesenbereich kam. Anfangserfolge kann man auch nicht negieren.
    Daß dann, einen Wettbewerber durch Übernahme auszuschalten, verlockend war liegt auf der Hand.

    Ich habe mit Produkten aus Riesa und Guittau Erfahrungen gesammelt und zu meiner Zeit bei Creaton und Wiekor habe ich die Werke auch gesehen. Über die Qualität will ich mich nicht weiter auslassen, hab dazu ja schon einiges geschrieben.

    Zur (Vertriebs) Philosophie von Herrn Führling kann ich nichts aussagen, da ich selbst noch beim "alten Steuermann" gedient habe.
    Nur eines ist sicher, solche Leute fallen nicht vom Himmel.

    Mit freundlichen Grüßen
    Erich Böttcher

  8. #8
    Michael Silberwein Gast

    Standard AW: Bald Schluss mit Biber?

    Das wundert mich nicht wirklich das dort die Prodzuktion der Biber heruntergefahren wird oder ganz gestoppt wird. Biber sind nicht mehr wirklich gefragt und es ist für viele Anbieter halt kein Platz mehr auf dem markt. Es wird ohne Zweifel aber Hersteller geben die auch in Zukunft von der Herstellung der Biber sehr gut leben können.
    Ein grund das die Nachfrage zurück geht sind zb Schiefer als Werkstoff und natürlich neue unterschiedliche Dachziegelformen und Modelle.
    Geändert von ddh-admin (13.08.2018 um 14:35 Uhr)

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