Gedämmte Idylle

Soll die Energieeffizienz eines Fachwerkhauses verbessert werden, so sind die Möglichkeiten einer Ertüchtigung der Gebäudehülle leider begrenzt. Eine Sanierung im Bergischen Land macht aber deutlich, dass sich Erhalt der Optik und Energieeinsparung nicht ausschließen.

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Das Fachwerkensemble im Bergischen Land mit seinem 1954 errichteten Hauptgebäude erhielt mit neuer Dacheindeckung auch eine Wärmedämmung nach neuestem Standard. Fotos: Rockwool

Auch Werner Schumacher, Architekt, Energieeffizienzexperte der KfW und staatlich anerkannter Sachverständiger für Schall- und Wärmeschutz, war sich der Problematik bewusst, als er sich nach Lösungen umsah, um sein Fachwerk-Wohn- und Bürogebäude im Bergischen Land energetisch aufzurüsten. Ein kleines Gebäudeensemble erwartet den Besucher von Werner Schumacher im idyllischen Reichshof: „Am Anfang stand das 1954 von meinem Vater errichtete Fachwerkhaus, ganz im Stil eines alten Siedlungshauses mit quadratischem Grundriss. Dieses erste Gebäude wurde rein als Wohnhaus genutzt. Es folgte um 1971 ein erster, 1994 ein zweiter Erweiterungsbau. Dort haben wir unsere Büroräume untergebracht“, erläutert der Hausherr.

Nahezu ungedämmter ­Gebäudebestand

Als er im Februar 2014 die DACH+HOLZ in Köln besuchte, war Architekt Werner Schumacher bereits entschlossen, in die Energieeffizienz des ursprünglichen Baukörpers aus dem Jahr 1954 zu investieren. Baujahrtypisch wohnte man in einer nahezu ungedämmten Gebäudehülle: Denn die Außenwände des Fachwerkhauses bestehen zwar aus einem doppelschaligen Mauerwerk, aber nur an einigen wenigen Stellen war vor Jahrzehnten eine dünne Innendämmung aus Mineralwolle angebracht worden. Das rund 300 m² große Schrägdach des Wohnhauses blieb gänzlich ungedämmt. „Als dann eine neue Dacheindeckung fällig wurde, war für uns klar: Jetzt nutzen wir die Chance für den Einbau einer Dämmung, um die Energiekosten zu senken und die Wohnbehaglichkeit zu verbessern“, erinnert sich der Architekt. Die Investition in einen neuen Dachaufbau ist aus energetischer Sicht genau die richtige Modernisierungsmaßnahme, da diese die größten Einsparungen erbringt .

Mathias Becker

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in DDH 15.2015

Letzte Aktualisierung: 06.08.2015