Digitalisierung als Werkzeug nutzen

Vertreter aus der Bedachungsbranche und der ZVDH haben eine „Gemeinsame Erklärung der Partner aus Industrie, Handel und Handwerk in der Bedachungsbranche zur Digitalisierung“ verabschiedet.

ZVDH Vizepräsident Michael Zimmermann
ZVDH-Vizepräsident Michael Zimmermann. Foto: ZVDH

Mit dieser Erklärung will die Branche gemeinsam die Herausforderungen meistern, die die Digitalisierung für Dachdeckerbetriebe bedeutet. ZVDH-Vizepräsident Michael Zimmermann kommentiert: „Geschäfte werden zwischen Menschen gemacht und Dächer werden von Menschen eingedeckt. Daran wird auch die Digitalisierung nichts ändern. Als Dachdecker möchten wir die Digitalisierung aber als Werkzeug nutzen und nicht zum Werkzeug der Digitalisierung werden. Wir wollen die gewachsenen und bewährten Strukturen im Dachdeckerhandwerk nicht verändern, sondern unseren Betrieben Arbeitshilfen zur Prozessoptimierung an die Hand geben. Unser Ziel ist ein praxisorientiertes Handwerk 4.0. Daran werden alle Partner aktiv mitarbeiten. Das haben wir mit der „Gemeinsamen Erklärung“ deutlich zum Ausdruck gebracht. Und darauf sind wir sehr stolz!“


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BIM und Digitalisierung: Netzwelt für Dachdecker.


Grundsätze der „Gemeinsamen Erklärung“

1. Digitale Geschäftsmodelle verkürzen in vielen Branchen häufig die Wertschöpfungsketten. In der Bedachungsbranche hat sich der dreistufige Vertriebsweg bewährt. Es sollen daher alle Möglichkeiten der Digitalisierung genutzt werden, um die Vorteile des dreistufigen Vertriebs zu bewahren und auszubauen. Hieran werden alle Partner mitarbeiten.

2. Service, Verarbeitungsqualität und Kundenorientierung bleiben auch im Zeitalter der Digitalisierung zentrale Elemente des geschäftlichen Erfolgs. Die vorhandene Kompetenz der Dachdeckerbetriebe in diesen Bereichen mit digitalen Prozessen und Instrumenten zu fördern, ist eine zentrale Aufgabe aller Partner in der Wertschöpfungskette. Dazu gehört auch, das Fachregelwerk des Deutschen Dachdeckerhandwerks, das für eine hohe Qualität und Rechtssicherheit im Dachdeckerhandwerk sorgt, in die digitale Wertschöpfungskette einzugliedern.

3. Der Fachhandel steht für Service und Nähe zum Handwerk. Er sorgt für eine optimale Verfügbarkeit der Produkte, bestmögliche Logistik und unterstützt das Handwerk mit digitalen Hilfsmitteln zur Optimierung von betrieblichen Prozessen. An der technischen Entwicklung dieser Prozesse werden alle Partner mitwirken.

4. Die Hersteller sorgen mit hochwertigen Dachbauprodukten für einen hohen Grad an Funktionalität und Nachhaltigkeit. Die Digitalisierung der entsprechenden Produktions-, Logistik- und Vermarktungsprozesse bietet hier viele Möglichkeiten. Diese im Einklang mit dem Fachregelwerk für eine optimale Verarbeitung zu nutzen, ist gemeinsame Aufgabe aller Partner.

5. Die Digitalisierung stellt hohe Anforderungen an die Aus- und Fortbildung von qualifiziertem Berufsnachwuchs im Handwerk. Die notwendigen Maßnahmen einzuleiten, um sicherzustellen, dass digitale Qualifikationen in der Berufsbildung möglichst früh erworben werden, ist ein wichtiges Anliegen aller Partner. Die Berufsorganisationen des Dachdeckerhandwerks werden bei diesen Aufgaben von Industrie und Handel aktiv unterstützt.

Die Unterzeichner:

BMI Group, Region Deutschland // 
Ulrich Siepe, Regional President

Handwerkskammer Koblenz // 
Dachdeckermeister Kurt Krautscheid, 
Präsident

Handwerkskammer Dresden // 
Dachdeckermeister Jörg Dittrich, 
Präsident

Heinz-Piest-Institut für Handwerkstechnik // 
Dr. Christian Welzbacher, Institutsleiter

LempHirz // Ulrich Lutter, Geschäftsführer

Rathscheck Schiefer und Dach-Systeme // Frank Rummel, Mitglied der Geschäftsleitung

VELUX Deutschland GmbH 
// Felix Egger, Geschäftsführer

ZEDACH eG 
// Andreas Hauf, Vorstand und 
Thorsten Seidel, Generalsekretär

Zentralverband des Deutschen 
Dachdeckerhandwerks (ZVDH) // Michael Zimmermann, ZVDH-Vizepräsident.

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Letzte Aktualisierung: 17.05.2018

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