Gesellen auf Meisterniveau

Zum diesjährigen Bundesentscheid der Dachdecker traten elf Junggesellen im Kompetenzzentrum in St. Andreasberg gegeneinander an. In zwei Tagen waren drei Arbeitsproben zu absolvieren, darunter eine selbstgewählte Hauptarbeitsprobe.

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Sichtbar erleichtert zeigten sich die Sieger nach dem zweitägigen Wettkampf: Tim Christopher Hoppe, Jonas Fangmann und Tim Rüdiger (v.l.). Fotos: DDH

Jonas Fangmann aus Niedersachsen entschied den Wettbewerb für sich. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Tim Rüdiger (Thüringen) und Tim Christopher Hoppe (Mecklenburg-Vorpommern). ZVDH-Vizepräsident Michael Zimmermann und stellvertretender Bundesbewertungskommissions-Vorsitzender Andreas Schmitz ehrten die Bundessieger und die weiteren Platzierten in einer kleinen Feier in den Gebäuden der Dachdeckerschule. Zimmermann lobte die jungen Dachdecker für ihr Engagement: „Oft wird ja der heutigen Jugend jegliche Motivation abgesprochen, aber ihr alle hier habt das Gegenteil bewiesen“.

Landesinnungsmeister Jochen Angerstein zeigte sich erfreut, dass der Bundesentscheid das erste Mal im Kompetenzzentrum St. Andreasberg stattfand. Er lobte die „Elite des Dachdeckerhandwerks“, die sich trotz des rasanten technischen Wandels auch auf alte Tugenden besinne. „Sie haben kein seelenloses Massenprodukt, sondern ein Unikat mit künstlerischen Zügen hergeestellt“, so Angerstein in seiner Laudatio.

Alle Teilnehmer am Bundesentscheid erhielten seitens des ZVDH eine Urkunde und ein Erinnerungsgeschenk. Die zwei Erstplatzierten haben sich für die 27. IFD-Weltmeisterschaft junger Dachdecker 2018 in Riga/Lettland qualifiziert.


Brigitte Latsch


Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in DDH, Ausgabe 23.2017.

Letzte Aktualisierung: 16.11.2017