Glatter Nagel adé

Neuerungen beim Holzschutz und die Nachfolgeregelung im Betrieb - zwei bekannte Referenten setzten die Glanzlichter bei den Vorträgen der 35 .Waldkirchener Meistertage. Aufmerksam lauschten die Dachdecker am Samstagmorgen einem Landschaftsgärtner, der von Schadenfällen bei Abdichtungen berichtete.

Waldkirchen Aufmacher
Wolfgang Werner referierte über Neuerungen beim Wärme- und Holzschutz.

Fachtechnisch betrachtet war das Programm der diesjährigen Meistertage anspruchsvoll, vor allem der erste Tag hatte es in punkto Technik in sich. DMS Vorsitzender Heribert Schuck begrüße die rund hundert Gäste im Bürgerhaus Waldkirchen und übergab das Mikro an Wolfgang Werner. Der Ausbildungsleiter des Kompetenzzentrums Dachtechnik Waldkirchen hatte schon in den letzten Jahren den Meistertagen seinen Stempel aufgedrückt. Er sprach über Neuerungen in der Fachtechnik, konkret: Die überarbeiteten Hinweise bei Holz und Holzwerkstoffen. „Es kommt verstärkt auf die Unterkonstruktionen der Bauteile an, der glattschaftige Nagel genügt nicht mehr. Künftig gibt es nur noch Verbindungsmittel mit Korrosionsschutz“, sagte Werner.

Vorträge zum Thema Marketing sind oft problematisch - hier ist eigentlich schon alles gesagt worden. Sylvia Bieber von Seelmann & Bieber gab Tipps, wie die Dachdecker zu mehr Aufträgen kommen. Leider fehlte in Ihren Anregungen - „Ziele definieren, ein Leitbild entwickeln, Glaubenssatz-Spirale“ der rote Faden.

Ganz anders dagegen ein alter Bekannter: Temperamentvoll überzeugen - dass kann dagegen Herbert Reithmeir. Der Unternehmensberater gehört seit Jahren zum Bestandteil der Meisterwoche. Praxisnah informierte er über die Nachfolgeregelung.

Lösungsvorschläge beim Wärmeschutz und einen Überblick über die Geschichte der EnEV gab humorvoll Dr. Dipl.-Ing. Dieter Figge.
Abends feierten die Gäste ihren Festabend mit der Live-Band „Seidenfrack & Lederhos`n“, einige bis fünf Uhr morgens.

Johannes Messer

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in DDH 05/2015.

Letzte Aktualisierung: 04.02.2015