Goldene Medaille für Otto Kentzler

Im Rahmen ihrer diesjährigen Sommervollversammlung zeichnete die Handwerkskammer Düsseldorf am Mittwoch den Präsidenten des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Dipl.-Ing. Otto Kentzler (71), aus.

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(von links) Kammerpräsident Prof. Dr. h. c. Wolfgang Schulhoff und ZDH-Präsident Otto Kentzler. Foto: Wilfried Meyer

Der bei den im Herbst turnusmäßig anstehenden Neuwahlen nicht erneut kandidierende, führende Repräsentant des Deutschen Handwerks erhielt aus den Händen von HWK-Präsident Prof. Dr. h.c. Wolfgang Schulhoff die „Goldene Medaille“ - die höchste Ehrung der Kammer für einen aktiven Handwerker.

Die neben München größte Handwerkskammer würdigt mit der hohen Auszeichnung die Verdienste des Dortmunder Unternehmers Otto Kentzler an der Spitze des ZDH über annähernd eine Dekade hinweg. Kentzler habe die gemeinsamen Belange des Wirtschaftssektors „in hervorragender Weise gegenüber Politik, Wirtschaft und Gesellschaft“ vertreten, so Schulhoff. Besonders die Anerkennung beruflicher Bildungsabschlüsse auf Augenhöhe mit den akademischen im Zuge der Festlegungen im Nationalen und Europäischen Qualifizierungsrahmen sowie die große Imagekampagne des deutschen Handwerks würden „auf lange Zeit mit dem Namen Kentzlers“ verbunden bleiben, betonte Schulhoff.

Kentzler habe in seinen beiden Amtsperioden überdies „besondere Herausforderungen“ zu meistern gehabt - „und gemeistert“: In der politischen Auseinandersetzung um dequalifizierende Auswirkungen der Novelle der Handwerksordnung vom 1.1.2004; als erfolgreicher Sachwalter handwerklicher Interessen bei der Energiewende und bei der Bewältigung der Finanz- und Wirtschaftskrise mittels der Konjunkturpakete I und II sowie als „treibender Faktor“ bei der Einführung der Abzugsfähigkeit von Handwerkerleistungen als Stimulus für die Binnennachfrage. Umsichtig und erfolgreich habe Kentzler überdies zu Beginn seiner Amtszeit eine Konsolidierung der organisationseigenen Finanzstrukturen erreicht.

Auch die Ausbildung im Handwerk habe unter Kentzler - der selbst ein regelmäßig ausbildendes Dachdeckerunternehmen führe - eine weitere Profilierung erfahren. Dabei habe das besondere Augenmerk Kentzlers stets auch den „Schwächeren“ gegolten, „die unserer besonderen Unterstützung bedürfen - nicht zuletzt Jugendlichen mit Migrationshintergrund“, schloss Schulhoff. Kentzler verband seinen Dank mit einem Ausblick auf politische Erwartungen des Handwerks mit Blick auf die kommende Bundestagswahl - und bekräftigte das Nein des Handwerks gegen die Wiedereinführung der Vermögensteuer.

Letzte Aktualisierung: 06.06.2013