High End für Uni

Hightech im Innenraum und auf dem Dach – bei der Erweiterung der Uniklinik Erlangen setzte das Team von Dachdecker Fleischmann + Grummt auf ausgefeilte Flachdachsysteme: hochpolymere Abdichtung, mehrlagige Gefälledämmschichten, Lichhöfe und ein Gründach mit Regenwassermanagement. Auch Teile der Fassade gestalteten die Dachdecker neu.

Abdichtung Uni Erlangen Aufmacher_preview
Gründach, Lichtelemente, Brandschutzzonen – bei dem rund 1.000 m² großen Flachdach auf dem Gebäude der Uni Erlangen wurde in unterschiedlichen Projektphasen gearbeitet. Fotos: Dierke

Der modernste Operationssaal der Welt, neueste Geräte und wissenschaftlich fundierte Diagnostik- und Therapieverfahren – das Universitätsklinikum Erlangen umfasst mit seinen 24 Kliniken, 19 Abteilungen und sieben Instituten alle Bereiche der modernen Medizin. Die Gebäude des Uni-Klinikums liegen überwiegend am Erlanger Schlossgarten und beherbergen mehr als 1.300 Betten. Lehre, Forschung und Krankenversorgung sind auf höchstem Niveau miteinander verknüpft. Dafür engagieren sich über 7.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Als größter Arbeitgeber Erlangens entschied sich das zukunftsorientierte Universitätsklinikum aufgrund der steigenden Nachfrage und des enormen Platzbedarfs zu einer Modernisierung, Erweiterung und Aufstockung der bestehenden Kinder- und Jugendpsychiatrie. Für die anspruchsvollen Abdichtungs- und Flaschnerarbeiten wurde das ortsansässige Familienunternehmen, die Firma Fleischmann + Grummt GmbH, beauftragt, welches in der Vergangenheit bereits etliche Male für das Universitätsklinikum tätig war. Gemeinsam mit der Bauleitung, Planern und Lieferanten musste der Innungsbetrieb zunächst ein nachhaltiges und langlebiges Konzept entwickeln, das höchste Maßstäbe an ein modernes Flachdach setzt und dabei alle geltenden Vorschriften wie Brandschutz, Entwässerung, Absturzsicherung etc. implementiert.

Notdach für Rohbau

Wie das Wort „Erweiterung“ der Kinder- und Jugendpsychiatrie schon erahnen lässt, befanden sich im Bestandsgebäude bereits intakte und genutzte Räumlichkeiten, die für innenseitige Umbaumaßen zwar stillgelegt wurden, dennoch bereits in der Rohbauphase vor eindringendem Wasser geschützt werden mussten. Der Beginn der Abdichtungsarbeiten erfolgte daher nicht wie üblich nach Beendigung der Rohbaumaßnahme, sondern bereits zu Beginn des Rohbaus. Für die geplante Aufstockung musste zunächst der alte Dachaufbau, bestehend aus Kiesschüttung, bituminösen Abdichtungslagen, PU-Dämmung, Dampfsperre und Gefälleestrich, bis zur Betondecke entfernt werden. In enger Absprache mit dem Rohbauunternehmen wurde hier sukzessive nach Fortschritt der Abrissarbeiten eine Notabdichtung bestehend aus einer Lage PYE GG 200 S4 aufgebracht. Über die ausgebauten Dachdurchführungen wie Gullys, Dunstrohre und Lichtelemente setzten die Dachdecker provisorische Holzkästen, die entsprechend abgedichtet wurden. Bei allen Öffnungen wie dem Lichthof, die ein Abstürzen hätten herbeiführen können, wurden Gerüstaufbauten von unten angeordnet. Zusätzlich setzte das Team von Fleischmann + Grummt aus Sicherheitsgründen provisorisch Dielen auf die Öffnungen. Der bestehende Altbau wurde um insgesamt zwei weitere Stockwerke erweitert. Nach Fertigstellung der Betondecken mussten die Dachdecker bereits sämtliche Dehnfugen und Durchführungen abdichten, damit jeweils der Innenausbau der darunterliegenden Geschossebene starten konnte.

Dämmung mit Reiter und Gefälle

Nachdem die letzte Decke betoniert war, konnte mit der Umsetzung des Dachschichtenpakets mit einer Gesamtfläche von über 1.000 m² begonnen werden. Als Haftgrund nutzten die Dachdecker einen schnell trocknenden Voranstrich. Als Notabdichtung diente in der Folge eine 3,5 mm starke bituminöse Elastomerbitumen-Dampfsperrbahn mit Aluminiumeinlage

Carsten Dierke, Michael Zenk

Den kompletten Beitrag lesen Sie in DDH 24.2017

Letzte Aktualisierung: 12.12.2017