„Hinschauen, was die Zielgruppen brauchen“

Aktuelle Produkte, die Umstellung auf die neue EnEV, das bisherige Jahr 2014 und die Bedeutung der Meisterpflicht – DDH sprach mit Wienerberger-Geschäftsführer Ralf Schwung sowie Lutz Vöing, Leiter Marketing und Produktmanagement über persönliche Zielsetzungen und die Ausrichtung des Unternehmens im Dachmarkt.

Ziegel überall: Verlagsleiterin Elke Herbst im Gespräch mit Geschäftsführer Ralf Schwung (Mitte) und Leiter Marketing und Produktmanagement Lutz Vöing in der Wienerberger-Zentrale in Hannover. Foto: DDH

In Ihrem Unternehmen hat es im Spätsommer 2013 und Frühjahr 2014 einige personelle Veränderungen und Umstrukturierungen gegeben. Was hat sich dadurch in der Unternehmensausrichtung von Wienerberger geändert?

Ralf Schwung: Ich darf dazu kurz ausholen: Nach dem Vorbild der Koramic-Dachlösungen haben wir vor mehr als 2 Jahren die Entwicklung keramischer Baustofflösungen für alle Produktbereiche ins Visier genommen. Wie Sie wissen, befinden sich im Portfolio von Wienerberger neben den Dachprodukten auch Poroton-Hintermauerziegel, Terca-Vormauerprodukte, Argeton-Fassaden, Penter-Produkte für die Freifläche und Kamtec-Schornsteinsysteme. Das sind umfangreiche Betätigungsfelder mit unterschiedlichen Zielgruppen und Verarbeitungsvorgaben, die wir stärker integrieren wollen, gleichzeitig näher an den Kunden heranrücken und seine Bedürfnisse erfragen. Generell reflektiert unsere Neuausrichtung die Tatsache, dass die Welt immer komplexer wird: Wir möchten dem Kunden verständliche Lösungen bieten und seine Bedürfnisse unmittelbar bedienen. In der strategischen Ausrichtung stehen starke Kundenbindung, werteorientierte Unternehmensführung und kontinuierliche Ertragssteigerung nach wie vor an erster Stelle.

Sie bezeichnen Ihr Unternehmen als Komplettanbieter keramischer Baustofflösungen. Welche weiteren (Produkt-)Entwicklungen sind in dieser Hinsicht zu erwarten?

Ralf Schwung: Mit unseren Produkten kann ein komplettes Haus gebaut werden, vom Keller bis zum Dach. Im Dachbereich hat sich Koramic als Komplett­anbieter von Dachlösungen etabliert. So sind wir auch dieses Frühjahr zur DACH+HOLZ in Köln angetreten, zum Beispiel mit dem minimalistischen De­signziegel Plano 11 oder dem Alegra 12 (Werk Tegelen) für Neubau und Sanierung. Und für unser optimiertes Dunstrohrsystem bekamen wir durchweg sehr gute Noten, da es durch die Stimmigkeit der Einzelkomponenten eine wirtschaftliche und sichere Verarbeitung ermöglicht. Auch im Bereich der Services konnten wir mit Neuem aufwarten, zum Beispiel die Integration eines Schneeschutz-Berechnungsprogrammes in die Wienerberger-Service-App.
Lutz Vöing: Unsere Partner können sich darauf verlassen, dass wir mit Neu- und Weiterentwicklungen bei Produkten und Systemen sehr genau auf die Markterfordernisse reagieren. Wir schauen genau hin, was unsere Zielgruppen brauchen, wo wir Mehrwert bieten und wo wir Hilfe zur Selbsthilfe leisten können, damit sie noch erfolgreicher im Markt agieren können. Deren Erfolg ist auch unser Erfolg. Produktseitig ist besonders im Dachbereich einiges in der Pipeline, aber noch nicht spruchreif.

Regeln, Normen und Anforderungen an die Dachhandwerker werden immer umfangreicher und komplexer. Wie helfen Sie dem Dachdecker, den Überblick zu behalten?

Ralf Schwung: Abgestimmte Komplettlösungen sind unsere Antwort auf die gestiegenen Anforderungen bei der Planung und Ausführung im Dachgewerk. Generell unterstützen wir auf vielfältige Weise – mit Beratungen vor Ort, Schulungen, Infomaterialien, Marketing-Services und Apps. Immer wichtiger werden Softwares, mit deren Hilfe der Dachhandwerker schneller und sicher – aufbauend auf den Komplettsystemen – planen, kalkulieren und ordern kann.

Elke Herbst, Malte von Lüttichau

Das ausführliche Interview lesen Sie in Ausgabe DDH 15.2014.

Letzte Aktualisierung: 30.07.2014