Hirsche, Hexen, Happy Birthday!

Nachwuchssorgen kannte man im Dachdeckerhandwerk in Niedersachsen bereits in den 60er-Jahren. Eine überbetriebliche Ausbildungsstätte sollte die ­Qualität der ­Lehre garantieren. Die Wahl fiel auf St. Andreasberg. Dort ­zelebrierte man jetzt den 50. Geburtstag.

Landesverbandstag Niedersachsen 2016 Audit
Gut informiert und auch etwas amüsiert wurden die Teilnehmer des LVT Niedersachsen in Goslar. Fotos: DDH

Umrahmt vom Landesverbandstag des Innungsverbandes Niedersachsen feierten die Dachdecker/innen das runde Jubiläum in den Räumen der Dachdeckerschule. Stefan Grote, Bürgermeister, Bernd Busemann, Präsident des Niedersächsischen Landtages, und ZVDH-Präsident Karl-Heinz Schneider überbrachten ihre Glückwünsche.

Mit Energie und Herzblut

Werner Grübmeyer, Altbürgermeister und Ehrenbürger von Braunlage, hielt als „letztes Relikt aus der damaligen Zeit“ am Morgen des Ehrentages die Festrede. Er sei bereits 1963 bei der Suche nach einem geeigneten Standort einbezogen gewesen und im Laufe der Zeit von der großen Dachdeckerfamilie „adoptiert“ worden. „Und irgendwann nach Mitternacht wurde per Handschlag, wie das damals bei einem soliden Abschluss noch üblich war, beschworen, dass St. Andreasberg die Ausbildungsheimat der Dachdecker werden solle.“ Am 25.06.1964 erwarb der Landesinnungsverband die leer­stehende Pestalozzi-Schule in St. Andreasberg und gestaltete diese innerhalb der selbst gesetzten sportlichen Vorgabe von zwei Jahren zur Dachdeckerschule um. „Für mich war es bewundernswert, miterleben zu dürfen, mit welchem Enthusiasmus der Vorstand an die Arbeit ging. Schließlich waren es Männer, die neben der Verantwortung für ihre eigenen Betriebe Kraft und Zeit ehrenamtlich für den Innungsverband einbrachten.“ Grübmeyer sei sich sicher, dass auch die nächsten 50 Jahre mithilfe der Ehrenamtlichen und „selbstlos wirkenden Innungsvorstände“ mit Erfolg gemeistert würden, wenn auch die Politik nicht nur fordernd, sondern auch fördernd unterstützend tätig sei. Landesinnungsmeister Jochen Angerstein ging in seiner Ansprache besonders auf das geänderte Berufsbild und die immer wieder neuen Herausforderungen ein. Er machte deutlich, wie gut sich die Fachschule auf die Neuerungen bezüglich der Materialien und bürokratischen Maßnahmen eingestellt habe.

Brigitte Latsch

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in DDH 20.2016.

Letzte Aktualisierung: 12.10.2016

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