Höchste Effizienzklasse

Das "Passivhaus" gilt bei Neubauten und Sanierungen als der führende Energieeffizienz-Standard. Bei der 17. Internationalen Passivhaustagung vom 19. bis zum 20. April in Frankfurt zeigt Lamilux drei Tageslichtsysteme, die vom Passivhaus-Institut Darmstadt als weltweit erste in den Produktkategorien "Oberlicht" und "Schrägverglasung" zertifiziert worden sind.

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Mit dem Lamilux CI-System Glasarchitektur PR60energysave steht Architekten und Planern die erste Passivhaus-zertifizierte Schrägverglasungskomponente zur Verfügung. Fotos: Lamilux

Architekten und Planer unterstützt der Tageslichtsysteme-, RWA- und Gebäudesteuerungshersteller Lamilux mit den Oberlichtern Lamilux CI-System Glasarchitektur PR 60energysave, Lamilux CI-System Glaselement FEenergysave und Lamilux CI-System Glaselement FEenergysave+ bei der Umsetzung von Passivhäusern. Letztgenanntes Tageslichtelement ist international als erstes für die Klimaregion "kalt" geprüft. Alle drei energetisch hochwertigen Oberlichter haben mit der Klassifizierung als phA Advanced Component jeweils die höchste Effizienzeinstufung erreicht.

Schwerpunkte der Tagung sind unter anderem die energetische Sanierung von Altbauten und der zusätzliche Einsatz erneuerbarer Energien. Hierzu wird es im Frankfurter Congress Center Vorträge von mehr als einhundert internationalen Referenten geben. Für Lamilux wird der technische Leiter Joachim Hessemer über das Thema "Aktives Energiemanagement für passive Häuser" sprechen.

Darüber hinaus informiert die "Leitmesse der Passivhausbranche" in einem öffentlichen Ausstellungsbereich umfassend über Produkte, Werkstoffe und Verfahren des energieeffizienten Bauens und Modernisierens. "Die Aussteller zeigen Bauteile und technische Systeme, die durch hohe Qualität und innovative Technik den Spitzenstandard beim energieeffizienten Bauen erreichen", betont Dr. Wolfgang Feist, Leiter des organisierenden Passivhaus-Instituts Darmstadt. Sowohl im Neubau als auch bei der Altbau-Modernisierung würden Passivhaus-Komponenten für hohe Behaglichkeit bei geringsten Energiekosten sorgen. "Ob Dämmstoffe, Fenster oder Lüftungsgeräte alle führenden Anbieter von Passivhaus-Komponenten sind auf der Fachausstellung vertreten."

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Die energetisch hochwertigen Lamilux-Tageslichtelemente Lamilux CI-System Glaselement FEenergysave und Lamilux CI-System Glaselement FEenergysave+ haben mit der Klassifizierung als pha Advanced Component die höchste Effizienzeinstufung erreicht.

Zertifizierung auch für Klimaregion "kalt"

Für die großflächige Glasdachkonstruktion Lamilux CI-System Glasarchitektur PR 60energysave hat das Passivhaus-Institut Darmstadt bei seiner Prüfung auf der normativen Grundlage der DIN EN ISO 10077-1 und 10077-2 einen UCWi-Wert von 0,82 W/(m²K) und für das Tageslichtelement Lamilux CI-System Glaselement FEenergysave einen USL-Wert von 0,84 W/(m²K) ermittelt. Der Wärmedurchgangskoeffizient zählt zu den Hauptkriterien einer erfolgreichen Zertifizierung: Für den geneigten Einbau im Dach muss er unter 1,00 W/(m²K) und für den horizontalen Einbau unter 1,10 W/(m²K) liegen.

Einen noch besseren USL-Wert erreicht das Lamilux CI-System Glaselement FEenergysave+ mit 0,68 W/(m²K). Es ist für die Klimaregion "kalt" zertifiziert und erfüllt somit als erstes Tageslichtelement weltweit beispielsweise auch für die skandinavischen Länder die Passivhauskriterien. Für eine erfolgreiche Zertifizierung muss hier der Wärmedurchgangskoeffizient unterhalb 0,80 W/(m²K) liegen.

Herausragende Isothermenverläufe und große solare Gewinne

Für die Prüfer spielen bei der Passivhaustauglichkeit allerdings noch weitere Aspekte eine große Rolle. Das Hygienekriterium: Um Tauwasserausfall und Schimmelbildung zu vermeiden, muss sich in der thermischen Darstellung der Verlauf der 12,6°C-Isotherme bei einer Außentemperatur von -5°C, einer Innentemperatur von +20°C und einer relativen Luftfeuchte von 50 Prozent beständig innerhalb der Konstruktion bewegen.

Des Weiteren fließen die Wärmeverluste und der solare Energiegewinn in die Einstufung der Passivhaus-Effizienzklasse ein. So wird eine Minimierung der Wärmeverluste erreicht, wenn die Rahmensysteme exzellente U-Werte und geringe ψ-Glasrand-Werte aufweisen. Zudem maximieren schmale Rahmenprofile den solaren Gewinn.

Letzte Aktualisierung: 19.03.2013