Innung Berlin: Mahnende Worte beim Neujahrsempfang

Ende Januar empfing die Landesinnung des Dachdeckerhandwerks Berlin ihre Gastmitglieder aus Industrie und Handel zum traditionellen Neujahrsempfang. Gemeinsam mit Innungsvorstand und Bezirksmeistern der Landesinnung traf man sich in der Cafeteria im Dachgeschoss des Bildungszentrums.

Innung Berlin: Neujahresempfang 2019
Landesinnungsmeister Jörg-Dieter Mann konnte sich wieder über ein volles Haus freuen: Über 100 Personen füllten den Saal der Cafeteria vollständig aus. Foto: Dachdecker Innung Berlin

In seiner Neujahrsansprache zog Landesinnungsmeister Jörg-Dieter Mann zunächst eine Bilanz des Jahres 2018 und ging insbesondere auf den starken Anstieg der Lehrlingszahlen ein . „Hier haben sich unsere jahrelangen Bemühungen endlich ausgezahlt“, bilanzierte Mann. So sind im Januar 2019 immer noch 105 Azubis im 1. Lehrjahr verzeichnet.

Für das Jahr 2019 kündigte Mann weitere Werbemaßnahmen für den Nachwuchs an. So ist geplant, gleich zu Jahresbeginn im Berliner Fenster zu werben, das in sämtlichen U-Bahnwaggons zu sehen ist. Außerdem wird ein Werbespot in allen Berliner Multiplex-Kinos gezeigt. In den Fitnessstudios der McFit Kette wird auf sämtlichen Monitoren ebenfalls auf die Website dachdeckerdeinberuf.de hingewiesen. Weiter rief Mann die anwesenden Vertreter von Industrie und Handel dazu auf, sich bei der bautec 2020 zu engagieren, die im nächsten Jahr nicht unter einer Termingleichheit mit der DACH+HOLZ zu leiden haben wird. Hart ins Gericht ging Mann mit der Politik auf Bundes- und Landesebene. Hier vermisst er eine mittelstandsfreundliche Wirtschaftspolitik. „Ich kann nirgendwo einen Plan erkennen, Deutschland und Berlin für die Zukunft wettbewerbsfähig zu halten“, so Mann. Besonders kritisch kritisierte er die lange Genehmigungsdauer von bis zu 6 Monaten für die Einrichtung von Straßenbaustellen in Berlin.

Auch auf die aktuelle Diskussion um Elektroautos ging Mann ein. „Für viele Wissenschaftler ist nicht erwiesen, dass das Elektroauto umweltfreundlicher ist als ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor“, so Mann. Hier werde in der Öffentlichkeit mit allerlei Halbwahrheiten argumentiert. „Sollten Dieselfahrverbote kommen, zahlt die Wirtschaft die Zeche“, schloss Mann seinen Vortrag. Nach diesen mahnenden Worten wurden die Anwesenden mit einem Flying-Buffet verwöhnt und nutzten die Gelegenheit zum intensiven Gedankenaustausch über die Perspektiven für 2019.

Letzte Aktualisierung: 01.02.2019