Integriert im Halbverband

Bei der Planung eines Neubaus in Strausberg setzte die Architektin auf geradlinige Formen. Für die Deckung der Fläche hieß dies glatte Ziegel und integrierte Lösungen für PV und Solarthermie. Die passenden Module verlegte die Dafak GmbH im Halbverband.

Dafak Solar Aufmacher
Auf der Südseite des Walmdaches verlegte das Dafak-Team eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von circa 2,7 kWp mit insgesamt 27 Elementen à 100 Wp. Die Lage der PV-Module wurde entsprechend der Deckung ausgemittelt, eingeteilt und abgeschnürt. Fotos: Braas

Für den Neubau einer Stadtvilla in Strausberg erhielt die Firma Dafak GmbH den Auftrag zu den Dacharbeiten. Die Planung des zweigeschossigen Neubaus mit ausgebautem Dachgeschoss in Niedrigenergiebauweise übernahm das Ingenieurbüro Petra Ambroselli. Die Diplom-Architektin plante ein Gebäude in klassischer Bauweise mit einem Walmdach und weitem Dachüberstand. Neben einer modernen Ziegeldeckung sah die Planung vor, dass eine dachintegrierte Unterstützung der Wärmeversorgung mit einem Thermokollektor eingebaut werden sollte sowie eine Photovoltaikanlage auf der Südseite der Dachfläche. Für die Deckung der modernen Stadtvilla sah die Architektin einen Glattziegel vor, welcher für die Deckung im Verband mit einer Regeldachneigung von 25° und einer Deckbreiten von 24 cm geeignet ist. Hinzu kam, dass es für die Dachziegel eine dachintegrierte Photovoltaikanlage gibt, die sich mit der Dachdeckung im Verband eindecken lässt. So werden an den dafür vorgesehenen Stellen 7,5 Dachziegel durch ein Photovoltaikmodul als Generatorfläche ersetzt. Neben den gestalterischen Vorteilen haben die Module eine speziell entwickelte regensichere Unterkonstruktion. Um mögliche Leistungsverluste durch zu starke Erwärmung der PV-Elemente zu verhindern, erfolgt die erforderliche Hinterlüftung der Module durch spezielle Lüftungsschlitze in der Modulunterkonstruktion.

Dafak Solar Verlegung
Die Module werden von rechts nach links verlegt und dann nach einem Verschaltungsplan untereinander verbunden.

Verlegung in den Halbverband

Auf der Südseite des Walmdaches wurde ein PV-Anlage mit einer Leistung von circa 2,7 kWp geplant. Zum Einsatz kamen 27 Elemente mit einer Modulleistung von 100 Wp, die mit ihren Abmessungen von 1.784 × 516 mm je Modul als vollwertige Dachdeckung insgesamt circa 200 Dachziegel ersetzen. Das Dach wurde nach der Einteilung der Fläche mit einem Traglattenabstand von circa 355 mm eingeteilt und die Dachlattung (30 × 50 mm) durchgängig über die gesamte Dachfläche auf der Konterlattung fixiert. Die Lage der PV-Module mittelte das Dafak-Team entsprechend der Deckung aus, dann folgten Einteilung und Schnürung. Nach Festlegung der Modulpositionen erfolgte der Einbau der PV-Elemente in die Dachdeckung.

Horst Pavel

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in DDH 21.2016.

Letzte Aktualisierung: 08.11.2016