„Wir sind Systemanbieter und Problemlöser für das Flachdach“

Seit Februar 2020 leiten Stefan Rehlinger und Jörg Hausmann die Geschicke von alwitra. Im Interview sprechen die beiden Geschäftsführer über Ihre Ziele, die Zeit mit Corona und warum Sie sich von manchen Dachdeckern mehr Selbstbewusstsein wünschen.

Stefan Rehlinger und Jörg Hausmann
Mit Stefan Rehlinger (re) und Jörg Hausmann stehen zwei bekannte Gesichter an der Spitze des Trierer Flachdachspezialisten alwitra GmbH. Das Foto entstand vor der Pandemie. Foto: alwitra

Ende 2019 bekam alwitra einen neuen Eigentümer, im Februar 2020 wurden Sie beide neue Geschäftsführer. Und dann kam Corona. Wie haben Sie den Einstieg erlebt?

Stefan Rehlinger: „Für mich ist es nicht unbedingt Neuland, da ich bereits seit 1999 als Geschäftsführer bei alwitra tätig bin. Im Unternehmen stand mit der Nachfolgeregelung von Joachim Gussner ohnehin eine Weichenstellung an. Der Verkauf an Naxicap Partners war letztlich eine konsequente Entscheidung, das Unternehmen als eigenständige Einheit zukunftssicher zu machen. In Corona-Zeiten sind wir natürlich vorwiegend digital unterwegs. Gemeinsam mit dem Handel haben wir dafür gesorgt, dass eine sichere Lieferkette aufrechterhalten wurde.

Jörg Hausmann: „Bei uns hat die Umstellung auf digitale Prozesse gut funktioniert. Trotz Home-office und den ganzen widrigen Bedingungen konnten wir die Lieferfähigkeit gewährleisten. Das geht soweit, dass wir diese Projekte jetzt anders denken und umsetzen. Die Mitarbeiter haben sehr gut mitgezogen. Es war ein Selbstverständnis, fast schon eine Aufbruch-Stimmung, die wir uns so nicht vorgestellt hatten“.

Können Sie denn so eigenständig agieren wie vor der Übernahme durch Naxicap Partners?

Rehlinger: „Natürlich haben sich die Eigentumsverhältnisse geändert, aber nicht die handelnden Personen. Die personelle Konstanz in allen Bereichen des Unternehmens ist ein sehr wichtiger Faktor, ob im Außendienst, der Verwaltung, Produktion oder Entwicklung. Gerade unter den teils extremen Bedingungen von Covid-19 war und ist es für unsere Kunden wichtig den vertrauten und verlässlichen Ansprechpartner zu haben. Unsere gesamte Mannschaft hat die Situation hervorragend gemeistert. Das ist ein Beleg für den vertrauensvollen Umgang im Team.

Hausmann: Die Selbständigkeit ist der entscheidende Aspekt bei uns. Wir wollen alwitra bleiben. Unser Anspruch ist es, das Unternehmen in die nächste Phase zu führen. Wir stellen alle Abläufe auf den Prüfstand und bei Bedarf optimieren wir natürlich. Gemeinsam mit der Schwester Onduline wollen wir Synergien nutzen, vor allem. in ausländischen Märkten.

Ist denn der Flachdach-Markt in Deutschland ausgeschöpft? Verarbeiten die Dachdecker zu wenig?

Hausmann: Die zurückliegenden Monate zeigen für uns in Deutschland eine positive Entwicklung, trotz Corona. Für viele Bedachungsfirmen ist das Thema „Nachwuchs“ bzw. „qualifizierte Fachkraft“ nach wie vor der limitierende Faktor, welcher die Unternehmensentwicklung einschränkt. Erfreulicherweise lässt sich im Ausbildungsbereich ein leichter Trend hin zum Handwerksberuf erkennen. Hier scheinen die Bemühungen der Innungen und Verbände Früchte zu tragen. Das ist wichtig, denn der Markt hat nach wie vor viel Potenzial für hochwertige Produkte und versierte Dachhandwerker.

Corona hat auch dafür gesorgt, dass Prozesse und Abläufe schneller digital ablaufen. Erleben Sie das auch bei den Dachdeckern?

Rehlinger: „Unsere Kunden sind durchaus innovativ. Corona hat auch gezeigt, wie flexibel und digital gerade in mittelständischen Handwerksbetrieben gedacht wird. Digitalisierung wird nicht nur als Anforderung, sondern auch als Chance verstanden und dementsprechend vorangetrieben. Da ist momentan unheimlich viel in Bewegung. Die Umsetzung ist meines Erachtens keine Frage des Alters".

Johannes Messer

Das ausführliche Interview lesen Sie in DDH 23.2020.

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Letzte Aktualisierung: 17.11.2020