Just in time im Team

Als Arbeitsgemeinschaft sanierten zwei Dachdecker das historische Franziskushaus in Schleiden. In einer 5-monatigen Bauphase wich der Altbestand einem modernen Aufbau. Ziegel mit Hohlpfannenoptik im 16er Format, Holzfaserweichplatten und Mineralwolldämmung heben das historischen Bauwerk technisch in die Neuzeit.

Franziskushaus Schleiden Grat
Das Franziskushaus in Schleiden wurde als Klosterkirche im Jahre 1686 errichtet. Am 6. Januar 1686 feierte die damalige Kirchengemeinde die erste Messe. Das heutige Gebäude wurde auf den Grundmauern errichtet. Fotos: Braas

Das Dach des Franziskushauses in Schleiden war mit seiner wechselvollen Geschichte in die Jahre gekommen und stand zur Sanierung an. Die gesamte Ortslage des kleinen Städtchens mit seinen 18 Ortschaften und circa 13.500 Einwohnern ist geprägt vom umliegenden Nationalpark Eifel. Von Schleiden mit seiner Ortschaft Gemünd aus markiert ein Nationalpark-Tor den Beginn des Schutzgebietes in der Erlebnisregion Nordeifel.

Mit einer umfassenden Dachsanierung sollte das Gebäude wieder zu einem Schmuckstück in der Stadtmitte werden. Die mächtigen Dachflächen des ehemaligen Kirchenschiffs prägen in besonderer Weise den Stadtraum in der Nähe des Marktplatzes. Den Auftrag für die umfangreichen Dachsanierungsmaßnahmen erhielt Dachdeckermeister Herbert Poyck in Arbeitsgemeinschaft mit seinem Kollegen Dachdeckermeister Michael Dreßen aus Schleiden.Aufgrund der vielen größeren und kleineren Teildachflächen und einer geplanten Bauzeit von rund fünf Monaten bot sich die Kooperation der beiden Innungsbetriebe an, zumal dies auch dem Auftraggeber entgegen kam. Gewährte es doch, dass die Arbeiten zeitlich im Plan liegen sollten. Die Entscheider des Bischöflichen Generalvikariats Aachen als Bauherr wählten aus denkmalpflegerischen Gründen einen Dachziegel der das klassische Profil einer Hohlpfanne mit der Technik eines verfalzten Dachziegels kombiniert. Dies erhöht die Regeneintriebsicherheit der Dachdeckung durch die umlaufende Ringverfalzung bei gleicher Optik. Die gewählte Ziegeloberfläche „Blau gedämpft“ war für die Entscheider des Bistums Aachen eine wichtige Voraussetzung da die traditionelle Optik der Dachlandschaft mit einer Deckung in Hohlfalzziegel in ursprünglicher Farbgebung erhalten bleiben. Nach dem Abriss der alten Dachfläche wurde die bituminöse Unterspannung sowie die in Teilbereichen vorhandene Altdämmung in einzelnen Bauabschnitten entsorgt.In Teilbereichen verlegten die Dachdecker zwischen einer Holzunterkonstruktion 40 mm Mineralwolledämmung der WLG 035.

Horst Pavel

Den kompletten Beitrag lesen Sie in DDH 01.2018.

19.12.2017

Kommentar verfassen:

captcha

Kommentare:

22.12.2017
Kosten Dachbau

Hi zusammen, ich bin Laie und will demnächst eine Gartenlaube mit schönem wetterfesten Dach bauen. Findet ihr, dass es notwendig ist in diesem... 

Aufklappen