Klassiker in der Klingenstadt

Der Wunsch nach einem energetisch optimalen Dachaufbau stand bei der Sanierung eines Einfamilienhauses in Solingen im Mittelpunkt. DDM Stüttgen setzte dies ab Oberkante Sparren mit OSB-Platten, Luftdichtheitsschicht und 140 mm Aufdachdämmung um. Glasierte Ziegel und Applikationen in Kupfer-Stehfalz runden das Gesamtbild ab.

Klassiker Klingenstadt Dörken Unterdeckung
Auf die flächig auf den Sparren befestigten OSB-Platten verlegten die Dachdecker eine Vordeckbahn mit selbstklebenden Nahtstreifen. Fotos: Dörken

Auch bei einer gut erhaltenen, sorgsam gepflegten und funktional noch fehlerfreien Bausubstanz stellt sich irgendwann die Frage, ob die Konstruktion noch den zeitgemäßen Anforderungen entspricht und ob anstelle der turnusmäßigen Erhaltungsmaßnahmen grundsätzliche Verbesserungen nicht doch sinnvoller wären. Auch der Besitzer eines freistehenden Einfamilienhauses in der bergischen „Klingenstadt“ Solingen musste sich diese Frage schließlich stellen.

Klassiker aus den 60ern

In der Folge wurde der mögliche Leistungsumfang gemeinsam präzisiert, wobei DDM Simon Stüttgen seinen örtlichen Baustoffhändler und den Fachberater des Dämmstoff- und Bahnenherstellers in die detaillierte Planung mit einbezog. Zur weiteren Klärung und zur Feststellung der Ausgangslage wurden Teilbereiche des Daches geöffnet. Die vorgefundene Substanz zeigte sich als „Klassiker“ aus den 60ern in noch recht gutem Zustand: eine Zwischensparrendämmung aus 100 mm starker Mineralwolle und darüber eine über den Sparren verlegte, unterlüftete Gitterfolie. Die Dämmung zeigte jedoch Lücken und eine funktionssichere Luftdichtheitsschicht fehlte komplett. Die Unterspannbahn hatte die Jahre schadlos überstanden, war jedoch in weiten Bereichen ohne den bei fehlender Konterlattung notwendigen Durchhang verlegt. Auf der Basis der gewonnenen Erkenntnisse konnte schließlich der Auftragsumfang festgelegt werden: Für eine Erneuerung der vorhandenen Wärmedämmung in der notwendigen Stärke reichte die zur Verfügung stehende Höhe der nur nach statischen Erfordernissen dimensionierten Sparren nicht aus; die Vorentscheidung zugunsten einer Aufdachdämmung zeigte sich also bestätigt. Die vorhandene Dämmung im Zwischensparrenbereich sollte verbleiben. Die notwendige Dicke der Aufdachdämmung errechnete der Hersteller mit 140 mm. Als Verlegegrundlage dafür sollten OSB-Platten auf den Sparren befestigt werden, die zusammen mit einer darüber verlegten luftdichten Schalungsbahn die notwendige durchgehende und lückenlose Luftdichtheitsschicht bilden. Bei der Materialauswahl für die zu erneuernden Traufen- und Ortgangbekleidungen und die Gaubenwangen entschied sich der auf Qualität und ansprechende Optik bedachte Hausbesitzer für Kupferbekleidungen, mit dem auch Rinnen und Fallrohre auszuführen waren. Auf der Basis solch vollständiger Vorgaben konnte DDM Stüttgen ein umfassendes Luftdichtheitskonzept erstellen, die Ausführung einzelner Detailkonstruktionen festlegen und den Arbeitsablauf der Baustelle planen.

Adrian Wegner

Den kompletten Beitrag lesen Sie in DDH 06/2016

Letzte Aktualisierung: 04.07.2017