Kündigung und Zuschüsse

Ausbildungsvertrag, Dauer der Ausbildung, Arbeitszeiten, Urlaub, Kündigung: Hier erfährst Du alle Fakten zum Ausbildungsverhältnis.

Kündigung

Während der Probezeit kann ein Ausbildungsverhältnis jederzeit ohne Angabe von Gründen und ohne Einhalten einer Kündigungsfrist gekündigt werden. Die Kündigung bedarf jedoch immer der Schriftform. Nach Ablauf der Probezeit kann das Berufsausbildungsverhältnis nur gekündigt werden, aus wichtigem Grund ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist;

vom Auszubildenden mit einer Kündigungsfrist von 4 Wochen, wenn er die Berufsausbildung aufgegeben oder sich für eine andere Berufstätigkeit ausbilden lassen möchte.

Die Kündigung muss immer schriftlich erfolgen und bedarf zwingend zu ihrer Wirksamkeit der Angabe der Kündigungsgründe. Bitte achtet darauf, dass eine Kündigung immer binnen 2 Wochen nach Bekanntwerden des Kündigungsgrundes ausgesprochen werden muss. Dies ist bei fristlosen Kündigungen immer zwingend vorgeschrieben. Es besteht ein außerordentliches Kündigungsrecht bei der Verletzung der Berichtsheftsführungsverpflichtung. Allerdings sind auch bei hartnäckiger und fortgesetzter Verletzung von Verhaltens- und Leistungspflichten durch den Auszubildenden (z.B. Nichtvorlage / Nichtausfüllen der Berichtshefte) Abmahnungen notwendig.

Zuschüsse von der LAK

Jeder Arbeitgeber erhält für die Zeit vom 01.08.2003 bis 31.07.2008 für jeden Auszubildenden, der in seinem Betrieb nachweislich die Ausbildung zum Dachdeckergesellen durchläuft, von der Lohnausgleichskasse in Wiesbaden einen Pauschalbetrag in Höhe von 1.056,00 € pro Ausbildungsjahr. Allerdings fallen für den Chef zahlreiche immense Kosten für die Azubis an,, die bei weitem die Förderung der LAK übersteigt, Zum Beispiel dann, wenn der Azubi nicht zur Arbeit erscheint.

Die Zahlung wird jeweils zum 31.08. eines Jahres fällig, wenn der Lohnausgleichskasse der Ausbildungsvertrag vorgelegen hat und das Bestehen des Ausbildungsverhältnisses jeweils zum 31.07. gegenüber der Lohnausgleichskasse durch Übersendung der Vergütungsabrechnung für den Juli des betreffenden Jahres nachgewiesen wird. Die Förderung muss pro Lehrjahr und Lehrling beantragt werden. Hierzu wird jeweils die letzte Lohnabrechnung des jeweiligen Lehrjahres benötigt. Wenn die Förderung für das dritte und letzte Ausbildungsjahr beantragt wird, muss eine Bescheinigung der bestandenen Prüfung beigefügt werden, da die Prüfung meistens vor dem offiziellen Ausbildungsende liegt. In diesem Fall bemisst sich der Jahresanspruch nach den tatsächlich absolvierten Ausbildungsmonaten. Hier hat der Arbeitgeber Anspruch auf ein Zwölftel (88,00 €) des Erstattungsbetrages pro Beschäftigungsmonat.

Dies gilt auch für Ausbildungsverhältnisse, die nach dem 01.08. begonnen haben oder wenn der Auszubildende innerhalb eines Lehrjahres den Ausbildungsbetrieb gewechselt hat. Einen Erstattungsanspruch hat nur der Arbeitgeber, bei dem das Ausbildungsverhältnis zum Stichtag 31.07. besteht bzw. bei dem die Ausbildung durch die Gesellenprüfung beendet wurde.

Letzte Aktualisierung: 23.04.2010

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