Landesinnungsverband Niedersachsen-Bremen lud zur Delegiertenversammlung

Unter strengen Hygieneauflagen hat Mitte September die diesjährige Delegiertenversammlung des Landesinnungsverbands des Dachdeckerhandwerks Niedersachsen-Bremen stattgefunden, die wegen der Corona-Pandemie verschoben werden musste. Landesinnungsmeister Carsten Stelter begrüßte insgesamt 49 Delegierte und Einzelmitglieder aus 25 Innungen.

Delegiertenversammlung, Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks  Niedersachsen-Bremen
Delegiertenversammlung im September 2020. Foto: Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks Niedersachsen-Bremen

Zwei neue Obermeister stellten sich der Versammlung vor: Die Innung für die Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim vertrat erstmals Dachdeckermeister Michael ten Wolde, von der Innung Nienburg war Dachdeckermeister Patrick Sieling angereist. Neu im Amt des Obermeisters sind außerdem Dachdeckermeister Dennis Cramer, der der Innung Ostfriesland vorsteht, und Dachdeckermeister Ole Martin Kammerhoff für die Innung Wolfenbüttel-Salzgitter.

Der LIV kann sich auch in diesem Jahr über eine große Zahl von Auszubildenden freuen. Carsten Stelter berichtete außerdem über die immer noch aktuelle Thematik der Entsorgung von Sonderabfällen und die für Oktober angesetzte nächste Runde der Tarifverhandlungen im Dachdeckerhandwerk.

Dr. Frank Biermann, Hauptgeschäftsführer des Landesinnungsverbands, präsentierte die aktuellen Teilnehmerzahlen der Seminare. Vom 01.01. bis zum 31.08.2020 haben insgesamt 429 Teilnehmer Prüfungen und Seminare des LIV besucht. Die Anzahl der Seminarteilnehmer sank pandemiebedingt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 26,48 % auf 322, während die Zahl der Prüflinge um 10,31 % auf 107 stieg. Der Landesinnungsverband bot insgesamt 121 Seminartage und 18 Prüfungstage an im Vergleich zu 161 Seminartagen und 13 Prüfungstagen 2019. Die Differenz kam durch die Auswirkungen der Corona-Krise zustande.

Für das nächste Ausbildungsjahr erwartet der Landesinnungsverband das dritte Jahr in Folge über 400 neue Ausbildungsverhältnisse. Das Ausbildungszentrum in St. Andreasberg bewegt sich durch die anhaltend guten Zahlen an der Kapazitätsgrenze. „Über die Auslastung muss man sich derzeit keine Sorgen machen“, fasste Dr. Biermann zusammen

Auch wirtschaftlich kann der Landesinnungsverband auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurückblicken. Einstimmig erteilte die Delegiertenversammlung dem Vorstand und der Geschäftsführung die Entlastung und verabschiedete den Etatplan für das laufende Jahr. Einstimmig fiel auch die Freigabe der Delegierten für die geplanten Baumaßnahmen aus. Auch hier hatte die Corona-Krise ihre Spuren hinterlassen, wie der Technische Geschäftsführer André Hannes berichtete: das ursprünglich geplante Maßnahmenpaket musste reduziert werden.

Die Delegiertenversammlung reagierte mit einer Satzungsänderung auf die Auswirkungen der Pandemie: Ab sofort sind auch virtuelle Sitzungen und Versammlungen über Online-Tools möglich. Ebenso können Beschlüsse nun auch im schriftlichen Abstimmungsverfahren gefasst werden.

Eine weitere Satzungsänderung begrenzt die Amtsdauer für Hauptvorstandsmitglieder auf höchstens zwölf Jahre und ihr Höchstalter auf 65 Jahre. Gleichzeitig haben die Delegierten das zusätzliche Ehrenamt eines Landesreferenten für Digitalisierung geschaffen. Damit geht der Landesinnungsverband – wie schon mit der Einführung der Veranstaltungs-App und der Möglichkeit der Online-Buchung von Veranstaltungen – einen weiteren großen Schritt in Richtung Digitalisierung.

Neue und bekannte Gesichter wurden von der Versammlung in verschiedene Ehrenämter gewählt: Rudolf Behr bleibt 2. Stellvertretender Landesinnungsmeister. Sein Debüt als Hauptvorstandsmitglied gibt Michael ten Wolde. Der erste Landesreferent für Digitalisierung in der Geschichte des LIV ist Jan Voges, sein Stellvertreter Jochen Angerstein. Zum Landesreferenten für Öffentlichkeitsarbeit wählten die Delegierten erneut Sascha Apel, als sein Stellvertreter wurde Rolf Könsen wiedergewählt. In den Ältestenrat wurden wieder Heinz Engelmann und Lutz Howald und als neues Mitglied Bernd Schuchardt gewählt. Verabschiedet wurde nach 24-jähriger Mitarbeit im Hauptvorstand Dachdeckermeister Karl-Heinz Fritze.

Ein ganz besonderer Moment war die Ernennung von Dachdeckermeister Heinrich Meier aus Hildesheim zum ersten Ehrenmitglied des Landesinnungsverbandes. Der Verband würdigte mit dieser Ehrung sein langjähriges besonderes Engagement für das Dachdeckerhandwerk.

Heinrich Meier, 1. Ehrenmitglied des LIV
Heinrich Meier, 1. Ehrenmitglied des LIV Foto: Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks Niedersachsen-Bremen

Im kommenden Jahr plant der LIV, sofern die Entwicklung der Corona-Pandemie es zulässt, folgende Veranstaltungen: Am 15. und 16.01. findet in Bad Lauterberg der Obermeistertag statt, gefolgt von der Lehrlingswartetagung am 26. und 27.02. in St. Andreasberg. Das Unternehmerseminar ist am 05. und 06.03. in Bad Lauterberg. In Bonn findet vom 24.–27.03. der Dachdeckertag statt. Die Delegierten treffen sich am 17.04. in St. Andreasberg, bevor Sportbegeisterte am folgenden Tag am Hannover Marathon teilnehmen können. Als Höhepunkt des Jahres ist am 03. und 04.09. in Wilhelmshaven der Landesverbandstag geplant.

Mit einer Präsentation von Lukas Hirthe von der Zentralgenossenschaft des Dachdeckerhandwerks ZEDACH, der als „digitalen Werkzeugkasten“ für das Dachdeckerhandwerk die Flexbox vorstellte, endete die Delegiertenversammlung.



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Letzte Aktualisierung: 15.10.2020