Leuchtturm-Projekt aus dem Pott

Das Haus der Zukunft – gebaut in den sechziger Jahren. Wie das funktioniert, zeigt die Sanierung eines Gewerbeobjekts in Bottrop. Maximale Dämmleistung an Dach und Fassade, Solarthermie auf dem Dach oder Kraft-Wärme-Kopplung: Aus dem Stahlbetonbau wurde ein Plusenergiehaus mit Vorbildcharakter.

Bottrop: Energetische Sanierung
Auf der 180 m² großen Dachfläche verlegte das KMB-Team 200 mm dicke PU-Hartschaumplatten mit einer zweiseitigen Aluminiumkaschierung. Fotos: Covestro

Bis zum Jahr 2020 wird im Rahmen des Modellprojekts „InnovationCity Ruhr – Modellstadt Bottrop“ ein komplettes Stadtviertel zum Musterquartier für Energieeffizienz umgewandelt. Angestrebt ist die Halbierung der CO₂-Emissionen durch eine „Energiewende von unten“.

Das heutige „Zukunftshaus“ mit einem Jahresheizenergiebedarf von nur 15 kWh/m² geht auf einen 2012 ausgelobten Wettbewerb zurück (siehe auch DDH 16.2013 Titelthema „Fit für die Zukunft“). In dieser Ausschreibung wurden drei für die Ruhrregion typische, in die Jahre gekommene Immobilien aus den Kategorien Einfamilienhaus, Mehrfamilienhaus und Geschäftshaus gesucht, die nach ihrer Metamorphose zum Plusenergiegebäude den aktuellen Stand der Technologie- und Produktentwicklung im Bausektor widerspiegeln. „Da es das einzige, uns bekannte Geschäftshaus weltweit ist, das sich durch eine Komplettsanierung zum Energieplushaus gewandelt hat, messen wir dem Gebäude eine globale Vorbildfunktion in Sachen Nachhaltigkeit bei“, unterstreicht Bauherr und Projektentwickler Oliver Helmke die Bedeutung des Projekts.

Bottrop Fassade
Die Herausforderung bei der Montage der hinterlüfteten Metallfassade bestand darin, die 1,25 mm dicken geschwungenen Stahlblechelemente an der Unterkons­truktion zu befestigen. Die Rahmen der neuen Fenster wurden dem Farbton der Fassade angepasst.

Als Dämmmaterial für die vorgehängte hinterlüftete Metallfassade, das WDV-System, die Isolierung der Kellerdecke sowie des Flachdaches kamen hocheffiziente PU-Hartschaumplatten mit Rohstoffen von Covestro zur Anwendung. Die Mindestanforderung an den Primärenergiebedarf nach EnEV 2014 ist – gemäß DIN V 18599 zur Bewertung des Energiestandards – um 78  % unterschritten. Bei den U-Werten liegt die Unterschreitung bei 53 %.

Frank Mörke

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in DDH 03/2016

Letzte Aktualisierung: 12.02.2016

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