Lohnbuchhaltung erleichtern

Viele Dachdeckerbetriebe lagern ihre Lohnbuchhaltung aus das spart Zeit und Geld. Wir stellen eine integrative Softwarelösung vor, mit der die Dachdeckerinnung Köln gute Erfahrungen macht.

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Die Seite zeigt die Update-Version des Lohnsteuerprogramms Meritum. Screen: M-Soft

Die Firma Peter Lambertz Bedachungen und Bauklempnerei aus Schwalmtal mit 19 Mitarbeitern nutzt IT-Systeme zur Auftragsverwaltung und Lohnabrechnung von M-Soft. Peter Lambertz hat sich früh entschieden, die Löhne und Gehälter nicht an einen Steuerberater zu geben oder einem anonymen Rechenzentrum anzuvertrauen. "Ich kann selber schnell reagieren und meine persönlichen Auswertungen und Betrachtungen auch noch spät abends durchführen, wenn ich Zeit dafür habe; genau wie die Updates zu Krankenkassen, steuer-, sozialversicherungsrechtlichen und tariflichen Änderungen, die kommen jetzt immer automatisch vom Programm "Meritum" der Firma M-Soft."

Software überwacht S-Kug

Die Lohnabrechnung beim Dachdecker enthält zwangsweise das Wissen zum Thema Baulohn, bei denen das Unternehmen M-Soft gerne behilflich ist. Zum Beispiel bei der Handhabung der Zeitarbeitskonten zum Winter eines jeden Jahres. Je nach gewünschtem Automatisierungsgrad unterstützt die Software den Dachdecker beim Aufbau und bei der Verwendung des Arbeitszeitkontos nach den tariflichen Besonderheiten. In der Schlechtwetterzeit vom 1. Dezember bis zum 31. März werden dann zur Vermeidung von Saison-Kug zunächst die Stunden aus dem Arbeitszeitguthaben bis 150 Stunden verwendet (abzgl. der vereinbarten Anzahl der außerhalb der Schlechtwetterperiode festgelegten Arbeitszeitkontostunden bis 50 Stunden).

Das Programm generiert aus den dem Arbeitszeitguthaben entnommenen Stunden das Zuschuss-Wintergeld (ZWG) in Höhe von 2,50 Euro und für die in der Zeit von 15. Dezember bis 28./29. Februar geleisteten Stunden das Mehraufwandswintergeld (1,00 Euro/Std.). Als Ergebnis erhalten Sie den Erstattungsantrag für Saison-Kug, MWG, ZWG, den Sie an Ihre zuständige Arbeitsagentur weiterleiten können. Für Zeiten vor der Schlechtwetterperiode können Sie in den Monaten April, Oktober und November das umgangssprachlich genannte Dach-Kug für witterungsbedingten Arbeitsausfall beanspruchen. Die Software überwacht die im Kalenderjahr bestehende Höchstgrenze von 53 Stunden und erzeugt einen Erstattungsantrag gegenüber der Lohnausgleichskasse.

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Beatrix Blau von der Kölner Dachdeckerinnung übernimmt für die Mitgliedsbetriebe die Lohnbuchhaltung. Foto: Dachdeckerinnung Köln

Die Erfassung gestaltet sich laut Hersteller einfach und übersichtlich, Plausibilitätsprüfungen helfen Eingabefehler zu vermeiden. Die Darstellung eines Kalendariums und Angaben zur Tarifarbeitszeit und den momentanen Stand des Arbeitszeitkontos unterstützen dabei, den Überblick zu bewahren. Dachdecker Lambertz betreut Kunden bis nach Düsseldorf. Da das Wetter in der Region meist recht gut ist, nutzt er die Funktionen in Meritum bislang nur selten. Bei Bedarf könnte er aber einfach die Lohnart "Ausfallentgelt" bei der Erfassung verwenden. Falls die Lohnart in einem falschen Monat ausgewählt wird, erhält Lambertz sofort eine Meldung von Programm.

Im Unterschied zu den abrechungs- und meldungsrelevanten Informationen über den Mitarbeiter, gibt es unzählige andere Daten, die benutzerspezifisch, zugriffssicher und schnell erreichbar sein müssen. Ein weiteres Praxisbeispiel: Der Arbeitsvertrag eines Mitarbeiters ist irgendwo auf der Festplatte oder im Netzwerk auf dem Server abgelegt. Durch ELO (Elektronischer Leitz Ordner) ist dieser aber zusätzlich, mit einer intelligenten Verschlagwortungstechnik beim Personalfall datenschutzrechtlich korrekt hinterlegt. Alle betreffenden Dokumente sind dort sofort zu finden und neue können direkt hinterlegt werden. Auch bei unangenehmen Dokumenten: Eine eventuell ausgesprochene Abmahnung kann vom System, wie eine Betriebsvereinbarung vorsieht, automatisch nach 2 Jahren gelöscht werden. Die Aktivierung der digitalen Akten kann vom Anwender vorgenommen werden, sofern die Systeme vollständig installiert wurden. Schnittstellen sind bereits von M-Soft integriert und können nach Bedarf erweitert werden.

Michael Güse

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in DDH 22/2011.

Letzte Aktualisierung: 16.11.2011