Mädchen in den Berliner Werkhallen

Der Nachwuchsmangel macht auch vor den Berliner Dachdeckern nicht halt, so dass die Berliner Landesinnung schon seit Jahren bestrebt ist, den Frauenanteil in der Ausbildung deutlich zu erhöhen. Aus diesem Grund war das Berliner Bildungszentrum in diesem Jahr schon zum 5. Mal am „GIRLS’DAY“ beteiligt.

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21 Mädchen der Klassenstufen 8 und 9 besuchten das Bildungszentrum, um sich über den Dachdeckerberuf zu informieren. Foto: Landesinnung des Dachdeckerhandwerks Berlin

21 Mädchen der Klassenstufen 8 und 9 besuchten das Bildungszentrum, um sich über den Dachdeckerberuf zu informieren. Die Mädchen verbrachten einige spannende Stunden in den Werkhallen, wo sie teilweise selbst Hand anlegen konnten oder den Lehrlingen und Meisterschülern über die Schulter schauten. In der Metallwerkstatt wurde gelötet, in der Fassadenhalle wurden Platten verlegt, in der Ziegelhalle wurde ein Steildach zum Teil eingedeckt und in der Schieferwerkstatt gab es die Gelegenheit, selbst unter Anleitung Schieferherzen zu klopfen. Alle interessierten Mädchen erhielten Listen der Berliner Ausbildungsbetriebe sowie umfangreiches Informationsmaterial und zeigten sich abschließend von der Vielseitigkeit und Qualität der Dachdeckerausbildung sehr beeindruckt. Landesinnungsmeister Jörg-Dieter Mann und Geschäftsführer Ruediger Thaler hoffen, durch derartige Aktionen den Anteil an weiblichen Auszubildenden steigern zu können. Dieser liegt momentan nur bei etwas über einem Prozent. Vor dem Hintergrund, dass es immer schwerer wird, Lehrlinge zu finden, will sich die Landesinnung in Zukunft weiblichen Auszubildenden stärker öffnen.

Letzte Aktualisierung: 03.05.2016

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